Mein.Standpunkt


Political Correctness

In den späten 1960er Jahren trat der Begriff Political Correctness bzw. political correct im Umfeld der nordamerikanischen Linken erstmals auf. P


Leopold Kohr – Aufstand gegen die Masse

Die Revolution ist nicht rot gegen grün, oder Sozialismus gegen Kapitalismus, Schwarz gegen weiß, Jugend gegen Alter, die Revolution heute ist der Einzelne gegen den Staat, der zu groß geworden ist, das Individuum gegen die Masse, die uns unterdrückt, das Kleine gegen das Große, David gegen Goliath, alles andere ist reaktionär.


Nachtrag zu “Kohr for Kids”

Eine Bühne, in der Mitte breitbeinig und bestens ausgeleuchtet das Paris-Lodron-Ensemble. Ganz am Rand die vortragenden Kinder als Pausenfüller für das routinierte Ensemble das gekonnt, aber ein wenig zu glatt musikalische Klischees zu den Lebensstationen Kohrs darbot.


Ich will alles?

Wir sind unbescheiden geworden, da spielt auch die Wirtschaftskrise keine Rolle. Beim Einkaufen muß die gesamte Angebotspalette jederzeit verfügbar sein, selbstverständlich. Brot und Kuchen muß in der gesamten Auswahl den ganzen Tag über bereitliegen, oder ich suche ein Geschäft, wo es so ist. Wen kümmert es, daß bei Geschäftsschluss alles Übriggebliebene weggeworfen wird, selber schuld, wenn die Einteilung nicht stimmt.


Wie weiblich ist Seekirchen?

Wo bleiben Gegensätzlichkeiten, Auseinandersetzungen, Ideen, Diskussionen? Eine “Spielhölle” im Ort, schrecklich.Dabei wäre das schon eine Vision: Seekirchen, das Las Vegas von Österreich.


Leben im Kohr

2009 wäre der Oberndorfer Philosoph und Nationalökonom 100 Jahre alt geworden. Ein Datum dass in atemberaubender Übereinstimmung mit dem zeitlupenhaften Zusammenbruch globaler Finanzsysteme einhergeht. Von…




Der Kramurikasten

Gestern früh war ich auf der Salzburger Schranne beim morgendlichen Frühstück am Würstelstand. Kommt der Käsestandler von nebenan und fragt die Würstelverkäuferin: “Kannst Du mir einen Schraubenzieher oder ein Kombizanger leihen?” Sie beugt sich unter die Budl, holt eine Kiste heraus und beginnt zu suchen.


… und die Zeche zahlt der kleine Mann

Die Bankenkrise aus Amerika erschüttert Europa, mitgefangen, mitgehangen. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten führt uns vor, was Sache ist: Profitgier als alleiniges Wirtschaftsziel, hohe Dividenden um jeden Preis, koste es, was es wolle. Die anonyme Masse der Aktionäre will abkassieren und nur das zählt. Es muß unter anderem ja auch der Präsidentenwahlkampf finanziert werden.


Gemeinsam bis zum Erbrechen

Die Wahlen sind vorbei, die Wunden geleckt. Jetzt ist es an der Zeit, über die Zukunft nachzudenken. Man trifft sich zu Sondierungsgesprächen, lotet aus, wer sich mag und wer nicht und wer ganz und gar nicht. Das Wahlvolk hat der großen Koalition eine Absage erteilt, heißt es. Obwohl, auch hier ist es wie bei Statistiken, glauben kann man nur der selbst gefälschten.


Clubobleute bei Ingrid Thurnher im Gespräch

Gestern Abend konnte man sie im Fernsehen beobachten, die Clubobleute der aktuellen Parlamentsparteien. Über größere Strecken des Diskussion befreiten sie sich von Zwängen und redeten derart durcheinander, daß ich nichts mehr verstehen konnte.


Reinhard Lackinger – Freut Euch, wir haben gesiegt

Das soll der Bote geschrien haben, als er die Botschaft vom Sieg gegen die Perser bei der Schlacht von Marathon per pedes und laufend nach Athen getragen hat, und danach tot zusammengebrochen ist. Später kam dann einer auf die Idee, diesen Lauf zu verewigen, in die bedeutsamste olympische Disziplin zu verwandeln


Gidon Wagner: Knitter oder Pixelfehler?

Es sieht so aus, als wäre Zeitung ein sterbendes Projekt. Es scheint, als würde die tägliche Nachrichten-Lektüre der Zukunft mit dem tragbaren, unglaublich flachen Hand-Computer stattfinden. Es scheint, als wäre die Zeit der Zeitung langsam zuende.


Weihnachtsputzerei 2007

Ein Teil der Tische und Stühle auf dem Gehsteig, die Hälfte der restlichen Tische zeigen mit den Beinen nach oben. Die gestern gewaschenen Vorhänge warten über den Stuhllehnen im Freien. Im Innern des Beisls hantieren Josélia und Nena mit Bürsten, Besen, Eimern. Ich sitze draußen vor der Tür, trinke ein Bier, beobachte meine Umwelt und denke daran, dass ich außer den unzähligen Obliegenheiten auch noch eine Weihnachtsgeschichte schreiben sollte.



Reinhard Lackinger – Internationalsozialistisch ….

Als Entwicklungshelfer unterrichtete ich zu Beginn der 70er Jahre im nordostbrasilianischen Hinterland eine Gruppe von Schülern im Alter zwischen 16 und 32 Jahren. Einige drückten zuvor die Schulbank bis in die 2. Klasse Gymnasium, andere wiederum hatten nur wenige Monate eine Grundschule besucht. José Ramos, der schwächste von allen, gehörte einer Dynastie von Analphabeten an, die bis Adam und Eva zurückreichte…



Ein Minister möcht´ ich sein

Österreich ist mehr oder weniger stolzer Besitzer von einigen Eurofightern, dem zur Zeit wohl modernsten Neutralitätsjet der ganzen westlichen Welt, wie man uns Glauben macht.