November 2014

Jahrmarkttreiben beim Winterfest im Matamore-Zelt

Zwei befreundete Compagnien, das kleine Théâtre Baraque und der Cirque Trottola, gastieren beim Winterfest mit „Matamore“, einer bizarren, nostalgisch anmutenden Vorstellung voll Anmut, Magie, Intrigen sowie brutaler Härte. Die Hommage an das italienische Jahrmarktstheater des 15. Jahrhunderts feierte am 28. November 2014 Österreich-Premiere.


Reinhard Lackinger: Die vielen Masken des Teufels

Der mir bekannte Rabbiner Uri Fromm schrieb unlängst im facebook, er wolle einige Volumen der Bibel nach Salvador bringen. In meinem Kommentar äußerte ich den Wunsch nach einem Neuen Testament. Uri ignorierte meinen Scherz, sagte aber, er verfüge nur über die Genesis. Als getaufter Katholik, der seit vielen Jahren nur noch Totenmessen beiwohnt, dachte ich daraufhin über die Heilige Schrift nach.


„Klaxon“ – Chaos in Perfektion

Mit einer turbulenten, mitreißenden Show eröffnete die Compagnie „Cie Akoreacro“ aus Frankreich am 25. November 2014 das 14. Winterfest im Volksgarten. Es war ein fröhlicher Start ganz im Sinne des im Oktober tragisch verunglückten Winterfest-Gründers Georg Daxner.


Jubiläum: 20 Jahre „Das Hausgeisterhaus“

Vor 20 Jahren wurde das Kindermusical von Peter Blaikner und Cosi M. Goehlert an der Elisabethbühne (seit 2004 Schauspielhaus Salzburg) uraufgeführt. Zur Vorpremiere der neuen Inszenierung von Daniela Meschtscherjakov am 23. November 2014 füllte sich der Zuschauerraum mit großen und kleinen Gespenstern, Geistern und Hexen und feierte die Hausgeister auf der Bühne stürmisch, bevor es zur anschließenden Gespensterjause ging.


„Kabale und Liebe“ – gefangen in Konventionen

Rund 230 Jahre alt ist Friedrich Schillers Text, den er als 23-Jähriger über die hinterhältigen Intrigen der Mächtigen verfasst hat. Alexandra Liedtke inszeniert den zeitlosen Klassiker werktreu, doch optisch ins Heute versetzt, im Salzburger Landestheater.


„Natur:Abstraktion“ Kunst im Krankenhaus Schwarzach

Auf der Gynäkologischen Abteilung im Krankenhaus Schwarzach sind ab sofort wieder neue Kunstwerke zu bewundern. Im Rahmen der Ausstellung „Natur:Abstraktion“ präsentiert Oberarzt Arno Seiss gemeinsam mit seinem Sohn Manuel sowie der Künstlerin Eva Maria Gossenreiter verschiedene Werke in Acryl- und Mischtechnik.


Nikolaus Habjans Don Quijote
Figurentheater – ARGEkultur

Die 400 Jahre alte Geschichte des Alonso Quijano, besser bekannt als Don Quijote, Ritter von der traurigen Gestalt, passt hervorragend zum Thema des diesjährigen Open Mind Festivals „Erfolgreich erfolglos“. Am 20. November 2014 war Nikolaus Habjan mit seinem Figurentheater in der ausverkauften ARGEkultur zu Gast und begeisterte das Publikum mit einer hinreißenden Performance.


Honzis der Woche

Die ruhigste Zeit des Jahres ist im Kommen, die Advent- und Christkindlmärkte sind eröffnet, der Kaufrausch kann beginnen. Es sind nicht einmal alle Punschsorten auf ihre Nachwirkungen getestet und doch bahnt sich schon die erste handfeste Meinungsverschiedenheit an: Brauchen die Nikoläuse einen Vollbart oder nicht? Gehört ein Nikolaus, dem keiner wächst, zu einer diskriminierten Personengruppe?



Gisela Brechenmacher. Fotos

Einge Fotos der Freilassinger Fotografin sind zur Zeit in der Hauptstrasse 21 in Freilassing zu sehen. Die Vernissage war am 21. November.


Gemüse und Erdäpfel direkt vom Bauern, genau wie ich es mag.

Robert Zeilinger vom Demeterhof in Tittmoning steht mit seinem Gemüsestand jeden Samstagvormittag am Oberndorfer Wochenmarkt im nördlichen Flachgau. Er verkauft die Produkte, die auf seinem Hofes im angrenzenden Bayern von ihm produziert werden. Es wird wenig geschönt, nicht einmal die Kartoffeln, ich habe vier verschiedene Sorten gesehen, sind gewaschen. Vielleicht sind sie mir deshalb aufgefallen.


Thomas Selinger,
der Zeichner

Es ist lange her, dass ich Thomas Selinger in seinem Kaffeehaus in Bürmoos kennenlernte. Sein „Coffeehouse“, wie er es nannte, war schon sehr speziell: zum Einen hatte er eine hervorragende, für den nördlichen Flachgau sogar aussergewöhnliche Weinauswahl, zum Anderen kritzelte er auf seine Rechnungsblöcke dauernd irgendwelche Manderl, auch hingen im Lokal nur Gemälde, die der Cafetier selbst angefertigt hatte.


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