Ludwig Laher: Ohne Anbiederung miteinander zu tun haben. Über das Schriftsteller-Sein auf dem Land.

Ludwig Laher

Vortrag von Ludwig Laher zum 1. Georg Rendl Symposion “Land-Schriftsteller” Schriftsteller und Landbevölkerung St. Georgen bei Salzburg, Sigl.Haus, 3.- 5. Oktober 2003

„Schon längst hatten mich die Schützen – der älteste Verein im Dorf, dessen Präsident noch dazu unser hausmeisterlicher Totengräber war – geplagt, ich solle ihnen eine neue Fahne stiften. Denn die alte, hundertjährige, so ehrwürdig sie war, ging schon langsam in Fetzen. Man stellte mir die begehrenswertesten Vorteile in Aussicht, falls ich die Anschaffung einer neuen Fahne ermöglichte, so zum Beispiel, daß über meinem Grab drei Ehrensalven geschossen würden. Aber ich kannte die Bauern und wußte, daß man ihnen nicht zu rasch nachgeben darf, besonders in materiellen Dingen, will man nicht ihren Respekt verlieren und als Trottel oder Verschwender gelten. Jetzt aber, als eine Art von Opfergabe für sieben glückliche Jahre in diesem Ort, entschloß ich mich, ja zu sagen. Der Jubel war unbeschreiblich.“

Diese bezeichnenden Zeilen finden sich in Carl Zuckmayers Erinnerungsbuch „Als wär’s ein Stück von mir“, und wenn man zwischen ihnen zu lesen vermag, verraten sie eine ganze Menge über das komplexe Sozialgefüge auf dem Land, konkret im Henndorf der frühen 30er Jahre, und das noch komplexere Verhältnis zwischen dem zugezogenen Schriftsteller und den Alteingesessenen.

Den Schriftsteller, die Schriftstellerin auf dem Land gibt es freilich genauso wenig, wie es das Land an sich gibt. Schon die kategorische Unterscheidung zwischen Einheimischen und Zugezogenen, die auf dem Land bis heute eine absurd große Rolle spielt, teilt auch die dort lebenden AutorInnen in zwei Gruppen. Dabei ist noch gar nicht gesagt, daß der von Geburt an heimische Schriftsteller immer die besseren Karten gezogen hat.

Auf dem Land spielen in erster Linie schreibende Menschen eine besondere Rolle, die nur eingeweihten Kreisen in einem relativ engen Umkreis bekannt sind, dort jedoch als die wahren Dichter gefeiert werden. Sie bedienen sich zumeist der jeweiligen Umgangssprache, seltener schon des ursprünglichen Dialekts, umrahmen mit gereimten Strophen gekonnt Volksmusikabende, in deren Einladungen es heißt, Launiges und Nachdenkliches werde geboten. Schon der Zusatz Kritisches kann dem Betreffenden zum Verhängnis werden, und manche Heimatdichter, die in Lebenspraxis und Werk auffällig werden, setzen sich zwischen alle Stühle, denn ihr ernsthaftes Bemühen wird weder auf dem Land noch durch den Literaturbetrieb gewürdigt.

Ich will in erster Linie über mich, mein Verhältnis zu St. Pantaleon und vice versa nachdenken, folglich konzentriere ich mich auch im allgemeinen Teil dieser Überlegungen auf jenen Typus des Schriftstellers, der aus welchen Gründen immer aus der Stadt aufs Land zieht und dort damit leben muß, daß er den Intellektuellen zugerechnet wird.

Wir wären also wieder bei Zuckmayer. Denn ich will die scheinbar beiläufig erzählte Geschichte von der Schützenfahne genau durchgehen, es lohnt sich allemal:

„Schon längst hatten mich die Schützen – der älteste Verein im Dorf, dessen Präsident noch dazu unser hausmeisterlicher Totengräber war – geplagt, ich solle ihnen eine neue Fahne stiften. Denn die alte, hundertjährige, so ehrwürdig sie war, ging schon langsam in Fetzen.“ Wir erfahren zunächst, wenig überraschend, daß ein Dorf sich wesentlich über seine Vereine definiert, Zuckmayer nennt neben den Schützen an dieser Stelle noch die Feuerwehr und die Heimkehrer, „die sich jedes Jahr am Tage des ehemaligen Kriegsausbruchs sternhagelvoll tranken – denn, so folgerten sie, wäre der Krieg damals nicht ausgebrochen, so hätten sie ihn auch nicht überleben können.“ Zuckmayer signalisiert dem Leser deutlich, daß er von einer Welt redet, die beim besten Willen nicht die seine ist. Daran können alle Liebeserklärungen an Henndorf und einzelne Bewohner, der in vielen Textpassagen geäußerte Respekt vor noch den einfachsten Menschen, die Zuckmayer als außergewöhnliche Persönlichkeiten würdigt, nichts ändern.

Dem Heimkehrerverein begegnet er mit liebenswürdigem Spott, der für ihn offenbar einzigen Möglichkeit, das Unbegreifliche des rituellen Verhaltens seiner Mitglieder zu kommentieren. Das Anliegen der Schützen empfindet er als Plage, auch ihre Wertewelt ist nicht von der seinen: „Man stellte mir die begehrenswertesten Vorteile in Aussicht, falls ich die Anschaffung einer neuen Fahne ermöglichte, so zum Beispiel, daß über meinem Grab drei Ehrensalven geschossen würden.“

Spannend wird es vor allem in den nächsten Sätzen, in denen Carl Zuckmayer gleichsam im Stil der frühen Chronisten kolonialer Landnahmen auf fernen Kontinenten erläutert: „Aber ich kannte die Bauern und wußte, daß man ihnen nicht zu rasch nachgeben darf, besonders in materiellen Dingen, will man nicht ihren Respekt verlieren und als Trottel oder Verschwender gelten.“

Wir kennen alle den alten Witz, wonach der Fremde auf dem orientalischen Basar sich nach dem Preis einer Ware erkundigt und bereitwillig in die Tasche greift, den genannten Betrag zu begleichen. Der Händler jedoch fährt ihn an, er möge gefälligst feilschen, soviel sei das begehrte Ding nämlich nie wert.

Damit ich nicht mißverstanden werde: Ich unterstelle Zuckmayer nichts Ehrenrühriges, im Gegensatz zu den spanischen Conquistadores ist das Ziel seiner ethnologischen Feldforschungen nicht Betrug, Ausbeutung, Unterwerfung. Es sind vielmehr die Eingeborenen selbst, die etwas von ihm wollen. Wiederum beschreibt er Rituale, wie ja auch das Feilschen eines ist, deren stillschweigende Befolgung darüber entscheidet, wo in der dörflichen Hackordnung der zugezogene Kopfmensch eingeordnet wird. Doch rührt mich sein Stil trotz dieses Wissens unangenehm an, vermittelt er doch ungebrochen das Überlegenheitsgefühl, man kann auch sagen die Arroganz dessen, der sich zubilligt, das von ihm beschriebene Biotop von außen, quasi objektiv einschätzen zu können, während die Beschriebenen, ganz gleich, ob sie ihrerseits den Kommentator zum Trottel ernennen oder nicht, nie über den Schweinsbratentellerrand blicken werden können und auf ewig im eigenen Saft schmoren müssen.

Viele der Vorurteile und Urteile gegenüber auf dem Land lebenden Künstlern und Intellektuellen, wie sie im Dorf typisch sind, speisen sich, getraue ich mich zu vermuten, aus dem Empfinden, deren Arbeit und Lebenspraxis rühre unablässig an den oft nicht hinterfragten Grundfesten überkommener Tradition, an Hierarchien und Vereinsritualen, und zwar selbst, wenn sie sich wie der Fahnenvater Zuckmayer dreinschicken.

Nun kann man mir entgegenhalten, inzwischen seien doch siebzig Jahre ins Land gezogen, wenngleich Carl Zuckmayer erst vor weniger als vierzig darüber geschrieben hat. Demgegenüber stelle ich die These in den Raum: An dem zugrundeliegenden Problem hat sich nur verhältnismäßig wenig verändert.

Ganz gleich, ob man sich – wie Zuckmayer zu Zeiten – unters Volk mischt, den Stammtisch mitbevölkert, alle Begräbnisse abdient, oder eher freundliche Distanz zum dörflichen Leben hält: Dessen beharrendes Element, die Wagenburgmentalität vieler Alteingesessener, gespeist häufig aus angstkompensierender Sturheit, die phantasiereiche Gerüchtebörse in Wirtshäusern und auf dem Kirchplatz, all dies und mehr wirft die Frage auf, wie man als Schriftsteller, abgesehen von den hier wie überall gewonnenen Freunden, die Menschen auf dem Land hinreichend stimmig zur Sprache bringt, welche ja nichts anderes sein kann als die Übersetzung der eigenen Erfahrungen und Bilder.

„Das Land“ ist nun einmal unter anderem ein weites Feld mit tiefen Abgründen. Wir wissen, um im salzburgisch-oberösterreichischen Raum zu bleiben, von Franz Innerhofer aus Krimml oder von O.P. Zier aus Lend, von Franz Rieger aus Riedau oder von Franz Kain aus Posern bei Bad Goisern, um nur wenige Namen zu nennen, wie rigide dörfliche Strukturen jenen im wahrsten Sinne des Wortes zuleibe rücken können, deren Sensibilität zu ausgeprägt ist, um sich unwidersprochen einzugliedern, zu fügen. Heute, wo etwa das Spannungsfeld bäuerliche Herrschaft – Gesinde weggefallen ist, wo dem Diktat der Elterngeneration relativ leicht durch Landflucht begegnet werden kann, wo die Macht der katholischen Kirche über ihre Schäfchen selbst im Dorf längst bröckelt, sind viele Ursachen weggefallen, die einst für Disziplinierung ohne Wenn und Aber sorgten. Wenn man jedoch einen genaueren Blick wagt, so zeigt sich schnell, daß es beispielsweise immer noch schlecht möglich ist, sich als eingesessener Dörfler abseits der eingesessenen Parteien in Bürgerlisten oder Umweltverbänden, in „(Nichtvolks)Kulturinitiativen“ oder meinetwegen in fernöstlichen Spiritualitätszusammenhängen zu engagieren.

So getrauen sich nach eigenem Bekunden – und damit schlage ich endgültig die Brücke zu St. Pantaleon und mir – manche Ortsbewohner, denen es ein Anliegen wäre, ganz einfach nicht, an der Jahresgedenkfeier für die beiden NS-Lager am Ort teilzunehmen, weil sie damit in den sozialen Zusammenhängen, über die sie sich definieren, unten durch wären.

In gewissen gesamtgesellschaftlichen Kontexten potenziert sich zudem die dörfliche Kontrollfunktion, muß sich zwangsläufig auch das Überlebensinstrument Verdrängung perfektionieren. Als jene Frauen aus St. Pantaleon mit mir von sich aus nach bald sechzig Jahren über die Ereignisse von damals zu reden begannen, weil sie mir, dem Schriftsteller, wie sie meinten, Geschichten zu erzählen hätten, „da könntest du Bücher drüber schreiben“, war das nicht nur ein dezenter, womöglich unbewußter Hinweis, das auch tatsächlich so zu halten, sondern auch ein Befreiungsschlag aus den obsolet gewordenen Umgarnungen dörflichen Eingebettetseins: Die Männer sind tot, kameradschaftsbundliche Normerfüllung damit hinfällig, die Kinder sind weggezogen, lange, einsame Tage bringen die Bilder zurück, die nie versprachlicht werden durften, weil sie das gesamte Gefüge von kollektiver Ohnmacht im Angesicht extremster Barbarei bis zu schuldhafter Verstrickung einzelner aus Profitinteresse, aus Lust an Gewalt und am Totquälen, oder was da sonst noch an Motiven in Frage kommt, an die Oberfläche geschwemmt hätten. Wären diese Bilder bald nach dem Krieg Sprache geworden, wären sie wohl zur Sollbruchstelle von Ehen geworden, der Rückkehr der alten Nazis an die Schalthebel der Macht im Wege gestanden, dem blinden Aufbruch zum Wiederaufbau, dem mehrheitlichen Konsens der Niederlage statt der Befreiung, dem Bedürfnis nach Schwamm drüber.

Aber sie blieben, diese Bilder, diese Geräusche, diese Empfindungen, die zwischengelagerten Toten in der Gerümpelkammer unter der Kirche, die gespenstischen Gesänge der ausgemergelten Zwangsarbeiter in ihren viel zu leichten Kleidern beim frühmorgendlichen Marsch an die Baustelle, die brutalen Schläge des Vaters, der erfahren hat, daß die Tochter auf dem Schulweg internierten Kindern Mostäpfel über den Lagerzaun geworfen hat.

Die Frauen jenseits der siebzig haben nach sechzig Jahren endlich doch geredet, und ein schöneres Beispiel für die Not-Wendigkeit unserer marginalisierten Zunft kann ich mir kaum vorstellen. Mein offenes Ohr und das Gespür der alten Damen, es würde noch eine, eine letzte Chance bestehen, das subjektiv Erlebte einigermaßen zu objektivieren, schwarz auf weiß in einem Buch festzuhalten, geschehen zu machen statt ungeschehen, hatten gereicht, die Zungen zu lösen.

Aber da stand ich nun, mußte mich entscheiden, ob ich mich auf diesen kleinen Ort, in dem ich nun seit einigen Jahren gern lebte, kompromißlos einlassen sollte, auf seine jüngere Vergangenheit, deren zeitlichen Rahmen ich, das war mir von vornherein klar, gegen den Usus der Geschichtsbücher definieren mußte: Von 1940, als das erste Lager provisorisch für einige Wochen im ehemaligen Gasthof Göschl in Moosach, Gemeinde St.Georgen an der Salzach, eröffnet wurde, wo prompt auch gleich das erste Opfer seinen Folterverletzungen erlag, bis zu meiner Geburt 1955.

Abgesehen von kleinen Aufsätzen zweier Zeithistoriker an entlegenen Orten und einem Hauptschulprojekt in St. Pantaleon Mitte der 80er Jahre waren die beiden NS-Reichsgaulager nicht nur aus dem öffentlichen dörflichen Bewußtsein, sondern auch aus dem des ganzen Landes komplett verschwunden. Immer noch hing (und hängt bis heute) das Portrait des damaligen NS-Bürgermeisters im Sitzungssaal der Gemeinde, eines Mannes, der nicht nur erheblichen Anteil daran hatte, daß Gauleiter Eigruber seine Parallelinfrastruktur zu Himmlers KZs ausgerechnet an der Peripherie Oberdonaus realisierte, der nicht nur persönlich finanziellen Profit aus dem unermeßlichen Leid vieler Hunderter zog (übrigens, indem er die eigene NSDAP sowie die Grundstückseigner des Lagergeländes betrog), der nicht nur zahllose Denunzierungen seiner Bürger mit erheblichen Folgen zum Beispiel gleich für zwei Ortspfarrer veranlaßte, für die er nach dem Krieg rechtskräftig verurteilt wurde, sondern der in seiner Eigenschaft als Standesbeamter auch die Totenscheine der Ermordeten und der durch die Lagerumstände anderweitig zu Tode Gekommenen ausfüllte, wobei er falsche Todesursachen unterschrieb, die er mutmaßlich selbst mitformuliert hat.

Während also dieser Herr unverdrossen von der Wand des Sitzungssaales auf die heutigen Gemeindevertreter blickt, blieben bis zur Jahrtausendwende die Namen der Toten unbekannt, die vielen absurden Gründe für eine Inhaftierung im Arbeitserziehungslager, das weitere Schicksal der schließlich mit Güterzügen abtransportierten Roma und Sinti und natürlich die Mitverantwortung des Dorfes konsequent ausgespart. Das offizielle Gemeindebuch von St. Pantaleon Ende der siebziger Jahre berichtet zwar ausführlich, daß Erzbischof Hiltibald von Köln am 18. Oktober 788 auf seinem Weg von Eggelsberg über Ibm, Franking, Haigermoos und Ernsting nach Ostermiething St. Pantaleon, damals – wenn überhaupt – Weng genannt, fast berührt hätte, erwähnt die dunklen Zeiten Mitte des 20. Jahrhunderts dafür jedoch mit keinem Wort, wenn man davon absieht, daß in einem Kapitel über die Mühlen in St. Pantaleon erläutert wird, „die Mitte der Dreißigerjahre einsetzende Entsumpfung des Ibmer Moores“ habe „den Mühlen die Kraftquelle genommen.“ Die Frage, wer diese Arbeit ab 1940 verrichtete, würde uns freilich schnell auf die richtige Spur bringen.

Die Tatsache, daß die Nachbargemeinde Haigermoos mit ihrem Weiler Weyer vor dem Krieg nach St. Pantaleon eingemeindet und bald nachher wieder ausgegliedert wurde, bot beiden Dörfern eine ideale Ausrede für das jeweils kollektive Verdrängen: Sagten die einen, sie seien gegen ihren Willen als Gebietskörperschaft aufgelöst und zum Zeitpunkt der Verbrechen vom größeren St. Pantaleon und seinem Nazi-Dorfestablishment beherrscht gewesen, meinten die anderen, Weyer liege, wie jede Landkarte beweise, in Haigermoos, St. Pantaleon habe mit den Lagern rein gar nichts zu tun.

Tausende Seiten über die Lager in St. Pantaleon-Weyer, so der offizielle Name, lagen indes in einem Dutzend österreichischer Archive. Ich habe sie, teils unter abenteuerlichen Umständen, zu Tage gefördert. Nie hatte ich die Absicht gehabt, ein literarisches Buch über die NS-Zeit zu schreiben, alles Wesentliche schien mir dazu in guten und gut gemeinten Romanen, Erzählungen und Gedichten geäußert.

Und nun saß ich vor einer Unmenge unglaublichen Materials, das ästhetisch bewältigt werden wollte. Zu bewältigen war aber auch das Wissen, im eigenen Wohnort, der mir Heimat zu werden versprach, damit wahrscheinlich auf Lebenszeit eine Zuordnung zu erfahren, die, wenn man den bisherigen Umgang mit der dörflichen Vergangenheit als Maßstab nahm, nicht viel Gutes versprach.

Der 2001 erschienene Roman „Herzfleischentartung“, das Resultat meiner Bemühungen, ist wesentlich viel weniger ein Roman über die NS-Zeit und die ersten zehn Jahre nach dem Krieg als einer über Erinnerungskultur, er ist viel weniger die Geschichte einiger positiver und negativer Protagonisten als die Geschichte struktureller Verflechtungen extremster Natur, die erst möglich machten, was bald wieder unaussprechlich schien. Die vielen handelnden Personen agieren zwar auch in Berlin und Wien, werden zwar auch in Svetlik und Steyr vermißt, sterben zwar auch in Lodz und Salzburg, im Mittelpunkt steht jedoch die minutiöse Beobachtung des Mikrokosmos einer kleinen Gemeinde am Rande des Innviertels während fünfzehn Jahren. In St. Pantaleon finden wir alles, was die große Welt draußen in jener Zeit vorrätig hatte: Terror im Lager, auf der Straße, bei der Flußregulierung der Moosach, kleine, aber bedeutende Akte des Widerstandes bzw. des bewußten Nichtmitmachens, ausgeprägten Opportunismus, Denunziation und Korruption, enthemmte Bauernknechte als SA-Schergen und wild gewordene Kleinbürger als Drahtzieher. Wir finden brutal ausgebeutete und wir finden anständig behandelte ukrainische oder französische Zwangsarbeiter auf den Höfen, größenwahnsinnige NS-Renommierprojekte, die auf die Zerstörung der letzten nennenswerten Moorgebiete abzielen, um 250 Großbauernhöfe zu schaffen. Wir finden nach dem Krieg wiedereingesetzte lokale NS-Größen, als Vizebürgermeister der SPÖ zum Beispiel, als einflußreiche Gemeinderäte der ÖVP, wobei der wirtschaftliche Einfluß brauner, später schwarzer Funktionäre ohnehin nie eine Zäsur erfahren hatte. Wir finden neugebaute, groß dimensionierte Anlagen für die gefallenen Söhne der Heimat, wir finden die Gräber der hier Ermordeten nicht und keine Tafel, auf der ihre Namen stehen, wir finden Beteuerungen, die Gequälten und Ermordeten werden an ihrem Schicksal schon selbst schuld gewesen sein, und Entrüstung über die ohnehin milden Strafen für schuldig gewordene Ortsbewohner. Wir finden vor allem die flächendeckende Entsorgung der jüngsten Vergangenheit.

Und das alles vor dem Hintergrund einer lieblichen, mit allen Vorzügen landschaftlicher Schönheit ausgestatteten Umgebung, vor dem Hintergrund der gewöhnlichen, alltäglichen Verrichtungen auf den Feldern, in den Handwerksbetrieben und den Schulen, vor dem Hintergrund der dörflichen Feste, der Feuerwehreinsätze, der Dorfkinovorstellungen und öffentlichen Mutterkreuzverleihungen, privaten Glücks und Leides.

Eine der ersten germanistischen Untersuchungen meines Buches stammt aus der Feder einer englischen Universitätsprofessorin, die ihren Aufsatz 2002 bei einem Kongreß in Canterbury vortrug und 2003 publizierte. Er hat den bezeichnenden Titel „The politicised pastoral idyll in Ludwig Laher’s ‘Heimatroman’ Herzfleischentartung“, also etwa „Die politisierte ländliche Idylle in Ludwig Lahers ‚Heimatroman’ Herzfleischentartung“.

Susan Tebbutt meint darin unter anderem: „Indem die Bedeutung der Landschaft im Roman herausgestellt wird, ist es möglich, die Raffiniertheiten des literarischen Stils und die Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie die Feinheiten der Beziehung zwischen Heimat, Leser und Gegend zu erkennen. Der Gebrauch von Metaphern der Restrukturierung von Land und Nation, die Romantisierung der Landschaft, in der Folge als pseudo-utopische Heimat enthüllt, indem auf ironische Weise der Wald, der Fluß und die Weite des Landes nicht nur als topographische Merkmale auf einer tatsächlichen Landkarte, sondern auch als Elemente einer sozio-politischen Landkarte der Vergangenheit Verwendung finden, all das kulminiert im Brennpunkt des Erinnerns.“ Und sie gibt eine Reihe von Beispielen aus meinem Text wie jenes von dem einst sich in Mäandern durch das Feuchtgebiet windenden Flüßchen, dem riesige Granitblöcke an den regulierten Ufern jetzt deutlich machen: Fliehen ist zwecklos!

Die Autorin zitiert aber auch von mir verwendete Originaltexte aus NS-Publikationen, die auf das Verhältnis zwischen der Landschaft des Innviertels und den Segnungen des Regimes abstellen. So folgt in einer Passage mit Passionsgeschichten Inhaftierter auf meinen Satz „Aus dem ganzen Reichsgau Oberdonau also sind seit Monaten asoziale männliche Wesen (…) in dieses idyllisch gelegene Lager geströmt, um endlich eine ordentliche Erziehung zu genießen“ das Zitat „In Natur, Kultur und Menschentum eine Einheit darstellend, die immer nur durch reichsfeindliche politische Gewalten gestört werden konnte, erscheint das Land so recht eine Wiege für ganzheitliches Denken, Fühlen und Handeln.“ Dieses ganzheitliche Denken, Fühlen und Handeln wird von mir unter anderem an den sadistischen Foltermethoden an der Baustelle am Fluß und ihren perversen Begründungen exemplifiziert.

Ich beschreibe, wie ein Schwammerlsucher den Aufsehern zu nahe an die im Moor werkenden Häftlinge gerät und mit dem Erschießen bedroht wird, wie flußaufwärts von Dorfbewohnern Apfelschalen ins Wasser geworfen werden, weil sie den Ausgemergelten wenigstens so etwas Nahrung zukommen lassen wollen, wie der Berliner Reichsmoorberater in St. Pantaleon von mäßig mit Mineralboden überdecktem Moor als idealem dauerndem Ackerland nach einer Regulierung schwärmt.

Mit einem Wort: Tatsächlich habe ich, wie Susan Tebbutt zurecht vermutet, an verschiedenen Stellen meines Romans versucht, diese Wechselbeziehung zwischen vordergründiger Idylle und der materialisierten Barbarei Menschen und Landschaft gegenüber einzufangen. Wäre ich allerdings nicht selbst ein Bewohner dieser Gegend, hätte ich diesem Aspekt wahrscheinlich nicht so viel Bedeutung zugemessen. Denn ein wichtiger Beweggrund dafür war, daß nicht nur die Erinnerung zugeschüttet war, Lager und Baustelle quasi im Bewußtsein St. Pantaleons nicht mehr vorhanden waren, sondern auch ganz real draußen im Moosachtal nichts mehr darauf hindeutet, daß dort je einmal Mord und Totschlag regierten. Mehr noch: Meine ursprüngliche Entscheidung, in der Gegend der Oberinnviertler Moorseen leben zu wollen, gründete sogar wesentlich auf dem Reiz der archaischen Landschaft, auf einem intensiven Naturerlebnis, das mir bis heute Quelle künstlerischer Inspiration ist.

Ich mußte also selbst damit umgehen lernen, daß nicht nur die Erinnerung, sondern auch die Landschaft trügen kann, daß ich, der Schriftsteller auf dem Land, nicht nur in jenen zu Anfang am Beispiel Zuckmayers skizzierten sozialen dörflichen Zusammenhängen existiere, sondern auch in einem Spannungsverhältnis zur Landschaft, die mir, indem sie ja nicht selbst für ihren Mißbrauch verantwortlich zu machen ist, immer noch gleich lieb, aber nicht mehr unschuldig ist. Das Wort ‚unschuldig’ will ich dabei in jenem Sinne verstanden wissen, den der Satz „Er raubte ihr die Unschuld“ ausdrückt. Geraubte Unschuld meint im überholten traditionellen Verständnis, abgesehen vom konkreten Hymen, den Verlust einer emotionalen wie erfahrungsfreien Bewußtlosigkeit gegenüber den Verlockungen des sexuellen Trieblebens, herbeigeführt eben durch den ersten Sexualakt. Nicht umsonst meint im Mittelhochdeutschen die Phrase ‚sin wip erkennen’ mit ihr zum ersten Mal schlafen, also diesbezügliche Erkenntnis schaffen. In den Bibelübersetzungen hat man den Gläubigen übrigens bis weit ins 20. Jahrhundert folgende scheinbar unverständliche Antwort Mariens auf die Ankündigung Gabriels zugemutet, sie werde jetzt schwanger werden und die Mutter Gottes: ‚Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?’ Und die teuflische Erkenntnis, Maria habe schlicht ‚wo ich doch noch mit keinem Mann geschlafen habe’ gesagt, wird heute in modernen Bibeln durch den dummen Halbsatz ‚wo ich doch von keinem Mann weiß’ vernebelt.

Von wegen nichts wissen. Die Landschaft rund um St. Pantaleon wurde reichlich mit den ausgelebten Trieben sadistischer Aufseher, mit den Grenzerfahrungen Scheinertränkter, mit den auf Scheibtruhen weggekarrten Sterbenden konfrontiert, sie bleibt mir verwundet, sie bleibt mir wissend, wenngleich die meisten, die ihr begegnen, keine Ahnung davon haben wie ich, als ich mich in ihr niederließ. Und ich habe sie erkannt, bin also intim mit ihr geworden, mit allen Unwägbarkeiten, die dergleichen nach sich zieht.

Ich bin nicht aufs Land gezogen, um dort romantische Gefühle zu befriedigen, nach blauen Blumen zu suchen oder gar dem Paradies. Als Schriftsteller ist man viel unterwegs, und eine einladende Gegend, in der man, wenn man gestrickt ist wie ich, die Muße zur konzentrierten Arbeit leichter finden kann als in der hektischen Großstadt, gibt Kraft, führt auf das Wesentliche zurück, schärft die Klarheit des Gedankens. Verkehrsgeographisch günstig gelegen zwischen Salzburg und München, Drehscheiben für mich, um an meine Arbeitsstätten für je einen Abend zu gelangen, die verschiedenen Lesungsorte, aber auch zu den Rundfunkanstalten, den Bibliotheken und Archiven usw., bleibt mir St. Pantaleon trotz allem, was es war, ein Ruhepol, geeigneter Platz meiner Werk-Stätte.

Gelegentlich überlege ich mir sogar, ob es nicht – weit über den damit verbundenen Roman „Herzfleischentartung“ und seinen relativ großen Erfolg hinaus – für mein Verhältnis zum Ort sein Gutes hatte, in ihm, ohne das zu wissen, für meine Beheimatung etwas getan zu haben, indem ich mit seiner Geschichte in einen Dialog getreten bin, stellvertretend für all die anderen Plätze in meinem Leben, an deren keinem ich, die Kindheit eingerechnet, länger als neun Jahre verbracht habe. Abgründe hätten sich überall aufgetan.

Carl Zuckmayer spricht noch Jahrzehnte nach dem Krieg in seinem Erinnerungsbuch „Als wär’s ein Stück von mir“ davon, seine Henndorfer Jahre als das Paradies auf Erden erlebt zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn du feststellen mußt, ein Teil der Leute, die du gut kennst, mit denen du nicht selten ein Glas geleert hast, führen sich ab einem gewissen Moment, der ihnen dies erlaubt, völlig enthemmt auf und schrecken vor nichts zurück. Zuckmayer, der sich gerade in Wien aufhält, entschließt sich gleich nach dem Anschluß im März 1938 zur Flucht in die Schweiz. „In Henndorf hatten sie bereits – wir wußten es noch nicht – unser Haus besetzt und den treuen Jung-Gendarmen Lackner, einen unentwegten Nazi-Gegener, der so oft bei uns am Abend die Zither gespielt hatte, halb totgeschlagen.“ Als nach 1945 plötzlich alles wieder in geordneten Bahnen ablief, wollte Zuckmayer wie so viele andere nicht mehr zurück. Überall tummelten sich dieselben Leute, die gerade noch die Sau rausgelassen hatten, und die anderen hatten immer noch Angst vor ihnen oder fanden gar gut, was sie gemacht hatten. Das ist in der Stadt nicht anders gewesen als auf dem Land, aber viel anonymer.

St. Pantaleon kann mir wenig vormachen, ich habe zu genau nachgeschaut. Wir haben uns ausgeredet, eine Vertrautheit geschaffen, die den Schrecken nicht ausspart. Darauf läßt sich aufbauen. Diese neue Vertrautheit läßt mich so manche Distanzierung als wohlbegründet und konsequent einordnen, hat aber andererseits Barrieren aufgehoben, die sich einer von Fremdheit gespeisten Unsicherheit verdankten.

Eine Erinnerungsstätte für die Lageropfer gibt es mittlerweile, die Gemeinde bekennt sich, ohne viel Aufhebens zu machen, zu ihrer Verantwortung. ‚Ohne viel Aufhebens’ heißt aber auch, daß es, grotesk genug, in zweieinhalb Jahren seit dem Erscheinen von „Herzfleischentartung“ keine Einladung des offiziellen St. Pantaleon an mich gab, in der Gemeinde aus dem Buch zu lesen, wie es überhaupt in zehn Jahren nie auch nur eine einzige Einladung gab, in der Gemeinde als wohl bekanntester dort lebender Künstler mit irgendeinem meiner Werke aufzutreten. Ich habe dafür bei fast hundert Auftritten in verschiedenen Ländern aus dem Roman über meine engere Lebensgegend gelesen, das in der Neuen Zürcher Zeitung genauso hymnisch besprochen wurde wie in der Frankfurter Allgemeinen oder in der Neuen Südtiroler Tageszeitung und im österreichischen STANDARD, das als Buch über die Provinz, nicht aber als provinzielles Buch vor kurzem unter dem Titel „Una enfermedad del corazón“ in Spanien herauskam und nächstes Jahr in Großbritannien erscheinen wird. „Herzfleischentartung“ hat allein im deutschsprachigen Raum immerhin schon drei Auflagen erlebt, mehrere literarische Auszeichnungen, darunter den österreichischen BUCH.PREIS 2001 und eben jetzt den oberösterreichischen Landeskulturpreis, erhalten, überraschend schnell ausführlichen Eingang in Überblickswerke wie in die Neuausgabe von Klaus Zeyringers „Österreichische Literatur seit 1945“ gefunden.

Ich habe aus dem Roman in St. Pantaleons unmittelbarer Nähe vor über hundert Leuten in Haigermoos im ehemaligen Lager gelesen, vor über achtzig in Eggelsberg, in zwei großen Braunauer Veranstaltungen vor mehr als zweihundert Besuchern und jetzt sogar in St. Georgen. In St. Pantaleon selbst lud einzig die Grüne Bildungswerkstatt Oberösterreich halböffentlich einmal zu einem Leseabend, zu dem hauptsächlich Menschen aus anderen Teilen des Landes kamen.

Für mein Selbstwertgefühl als Autor ist die Wahrnehmung in St. Pantaleon ohne Belang, auch unterscheide ich sehr genau zwischen den Menschen, von denen viele dieses oder andere Bücher von mir gelesen haben, und dem offiziellen St. Pantaleon. Schließlich stelle ich auch den Umstand in Rechnung, daß ich mich lokalpolitisch in einer überparteilichen Liste engagierter BürgerInnen betätige und das nicht von allen im Gemeindeestablishment goutiert wird. Dennoch wäre es mir prinzipiell natürlich angenehm, zuhause nicht erst – wie in vergleichbaren Fällen vielfach belegt – nach meinem Tod offiziell wahrgenommen und, ohne noch widersprechen zu können, für welche Zwecke immer eingespannt zu werden.

Es gibt eine Reihe von SchriftstellerInnen, die von früher Jugend an subjektiv erfahrene, meist wohl auch objektiv erfolgte persönliche Demütigungen, Kränkungen, Zurückweisungen, die zum Teil aus der Enge, Engstirnigkeit, Intoleranz dörflicher Strukturen resultieren, in ihrem Werk ausführlich thematisieren. Die notwendig damit verbundenen Zuspitzungen, emotionell gefärbten Anklagen, der Zorn und der Aufschrei solcher Texte von Franz Innerhofer bis Josef Winkler lassen einen zumindest nachvollziehen, warum die darin porträtierten Gemeinden sich schwer tun, diese AutorInnen trotzdem als Teil dieser Welt anzunehmen und ihre Leistungen auf einer anderen Ebene zu schätzen.

Ich glaube, weit weniger als mit mir als Person, der ich ja keine persönlichen Rechnungen mit St. Pantaleon offen hatte, die mich zu bitteren, gar zu ungerechten Texten genötigt hätten, hat die weitgehende Gleichgültigkeit der Gemeinde gegenüber meinem Werk mit einer allgemeinen Gleichgültigkeit am Ort gegenüber jeder Form von künstlerischer Betätigung zu tun, die nicht traditionell volkskulturell geprägt ist und nicht auf Amateurbasis ausgeübt wird. Iregndwelche Initiativen des Kulturausschusses der Gemeinde, ein Kunstbudget jenseits der Unterstützung des Laientheaters etc. zu installieren, sind mir nicht bekannt.

Ich äußere mich zu so einer Offenbarung größtmöglicher Wurstigkeit St. Pantaleons gegenüber dem von mir behaupteten Lebensmittel Kunst gewöhnlich nicht öffentlich, würde jede Erwähnung in diese Richtung doch als pro domo-Einspruch abgetan werden, als ob ich es auf ein Denkmal im Dorf abgesehen hätte. Im Zusammenhang von Überlegungen über Land-Schriftsteller aber hat eine diesbezügliche Anmerkung ihren Platz, denn anders als in der Stadt, wo die Marginalisierung von Kunst und Kultur nicht so auffällt, weil für entsprechende Angebote gesorgt ist, fällt deren völliges Fehlen am Land sofort ins Auge.

Vielleicht ist eine 3000-Seelen-Gemeinde in dieser Hinsicht auch schlicht überfordert. Eine effektive Auseinandersetzung mit Kunst wäre eigentlich eine lohnende Aufgabe für Regionen, zum Beispiel von der Größe des Oberinnviertels. Das Land Oberösterreich unterstützt seit Jahren gezielt regionale Kulturarbeit; wer aber weiß, wie schwer es den Landgemeinden fällt, selbst in so offensichtlichen Bereichen wie dem Öffentlichen Verkehr an einem Strang zu ziehen, darf sich auch davon nicht zuviel erhoffen.

Es ist Zeit, zum Schluß zu kommen, denn ich bin nicht eingeladen worden, mir allgemeine kulturpolitische Erwägungen zu leisten, sondern darüber nachzudenken, wie es mir, einem halbwegs bekannten hauptberuflichen Schriftsteller, der sich entschlossen hat, in ländlicher Umgebung zu arbeiten, dort so geht.

Bevor ich Ihnen im zweiten Teil des Abends einen längeren Ausschnitt aus jenem hier in der Gegend spielenden Roman vorlese, von dem jetzt schon einigermaßen ausführlich die Rede war, hören Sie noch ein kurzes Gedicht aus meinem letzten Lyrikband, das im Anschluß an einen abendlichen Spaziergang am Ufer des Höllerer Sees in St. Pantaleon entstand, wie ich ihn häufig zu unternehmen pflege.

Der kurze Text handelt von einer höchst persönlichen Begegnung zwischen einem Landschaftsdetail und mir. Beide Seiten halten nichts davon, sich wechselseitig anzubiedern. Aber sie haben miteinander zu tun. So möchte ich mein Verhältnis zu dem Ort verstanden wissen, in dem ich lebe.

feuerstunde, S.55


Dorfzeitung
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