Seekirchner Marktweiber

MarktweiberMarktweiber | Foto: KTraintinger

In der Wallerseestadt Seekirchen wurde vor einigen Jahren eine sogenannte Bewegungszone > eingerichtet. Ein Dorfbrunnen und einige nichtkommerzielle Sitzplätze laden zum Verweilen ein.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Auf einer der Steinbänke neben dem Brunnen findet man die Marktweiber. Es sind dies zwei sehr schöne Metallplastiken, die Frauen darstellen, die sich auf einen Tratsch nach dem Einkaufen beim Dorfbrunnen getroffen haben. Das ist eine mögliche Deutung. Es kann aber auch heißen, hier trifft man sich, um gemeinsam an der frischen Luft Zeit zu verbringen. Die vorbeigehenden Menschen sollen animiert werden, sich hin zu setzen.

Ich für meinen Teil mag Dorfbrunnen und schätze auch Kunst im öffentlichen Raum. Bemerkenswert in Seekirchen ist, dass man nirgends eine Tafel finden kann, wer die beiden Plastiken geschaffen hat.

Neugierig wie ich bin, habe ich dann eine Email an das Stadtamt geschickt und eine Woche später dort auch angerufen. Man werde sich darum kümmern und sich melden, hat es dann geheißen. Das war vor einem Monat.

Es ist mir schon klar, dass es Wichtigeres zu tun gibt. Mann/ Frau kann auch etwas vergessen. Trotzdem, der Bezug zur Kunst im öffentlichen Raum scheint in Seekirchen eher bescheiden zu sein.

Vielleicht weiß ja einer unserer Leser, von wem die beiden Plastiken sind und hat die Muse, es in einem Kommentar dazuzuschreiben. 🙂


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Über den Autor

Karl Traintinger
Dr. Karl Traintinger ist der Herausgeber und leitende Redakteur der Dorfzeitung. Die Dorfzeitung ist seit September 1998 unter dem Motto: "Dorf ist überall" online. 2018 kam das Dorfradio, das Radiomagazin der Dorfzeitung dazu. Es wird jeden ersten Montag im Monat von der Radiofabrik in Salzburg ausgestrahlt und kann zudem weltweit gestreamt werden.

5 Kommentare zu "Seekirchner Marktweiber"

  1. Zäzilia Dottergelb Zäzilia Dottergelb | 6. Dezember 2019 um 15:22 |

    Die zwei Weiber unterhalten sich über das Flachgauer Hallenbad! 🙂

  2. Vom Seekirchner Honzi sind sie sicher nicht, so anständig, wie die da sitzen!

  3. Rochus Gratzfeld Rochus Gratzfeld | 9. Dezember 2019 um 16:24 |

    Die Skulpturen gefallen mir sehr gut -bin ja ein Fan von Kunst im öffentlichen Raum. Die Ignoranz des Stadtamtes ist bezeichnend, damit nicht weniger ärgerlich.

  4. Guten Morgen, Herr Traintinger!

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Frauenfiguren am Marktplatz in Seekirchen von der Salzburger Keramikkünstlerin Ute Wilfing sind.

    Ich bin Künstlerin aus Salzburg. Wir haben uns mal bei einer Ausstellung meiner Bilder in Laufen getroffen.

    Beste Grüße. Helga Eibl

    Anmerkung Red. Dorfzeitung >

  5. Es hat sich mittlerweile bestätigt, dass die beiden Frauenfiguren von Ute Wilfing stammen. Bemerkenswert ist eigentlich schon, dass im Stadtamt angeblich niemend weiß, von wem die beiden Plastilken sind. Normalerweise gibt es in allen Gemeinden eine Liste der Besitztümer. Interessant, wenn das in Seekirchen nicht so sein sollte. Kunst im öffentlichen Raum ist in Seekirchen offensichtlich noch immer nicht angekommen.

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