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Meine ersten dänischen Urlaubstage waren heiß und wunderschön. Die gewohnten Preise sind etwas zu niedrig, eine halbe Bier kostet um die 7 Euro, es wird aber eiskalt serviert. Beim Essen darf man ungefähr 50 Prozent drauflegen. Die Stimmung ist gut, die Stadt hat einen wirklich guten Drive.

Das neue Opernhaus in Kopenhagen. Foto: Karl Traintinger

Wir haben Kopenhagen zu Land und zu Wasser besichtigt, absolut super. Beeindruckend neben den alten Schlössern und Burgen die neue Architektur, der Schwarze Diamant (Königliche Bibliothek), das neue Theater und das Opernhaus. Bis jetzt haben wir eine gute Übersicht bekommen, gut gegessen und getrunken. Das nächste Mal in Kopenhagen werden wir einige Museen besichtigen. Morgen geht es weiter nach Jütland.  (Karl Traintinger)


Bettina Niesar durchstreift mit der Kamera ihre Heimatstadt und bringt gefühlvolle Schwarzweißbilder mit. Es sind keine Postkartenmotive die mit einer rosa Brille gemacht wurden. Begleiten Sie die Fotografin durch die Stadt und teilen Sie uns Ihre Eindrücke mit, wir freuen uns darauf! (Karl Traintinger)

Die Fotostaffel:

Bettina Niesar
Poesie ist Schwarz-Weiss. Eine junge Frau im Stakkatto unzählicher urbaner Eindrücke. Mythentod, Wiederauferstehung als neuer Anfang in der scheinbaren Kargheit des Augenblicks. Dresden, eine Stadt die tieftraurige Assoziationen weckt, stellt Bettina Niesar in das kontrastreiche Licht ihrer Zuneigung. In Bruchteilen einer Sekunde entscheidet Sie mit ihrem Auslïöser den Handlungsstrang ihrer fotografierten Geschichte. Ein ehrlicher, nicht entblößender Anfang, zwingt die BetrachterInnen ihrer Fotografien zur schonungslosen Überprüfung ihrer Klischees und vagen Gefühlen über eine Stadt die viel geblutet hat. Durch die Bilder von Bettina Niesar erleben wir aber auch ein Dresden der Zuversicht, Melancholie und überschäumender Vitalität.

Bettina Niesar kam 1965 in Dresden als jüngstes von drei Geschwistern auf die Welt. Kaum bekam sie ihre erste Kamera, eine “Certo 6×6” in der Plastikausführung, zu fassen, begann sie auch schon mit Hingabe zu fotografieren. 1982 wechselte sie zu einer “Exa 1b” mit der sie zur Bildchronistin ihrer Familie und Urlaubsreisen aufstieg.

2004 beschenkte sie ihr Mann mit ihrer 1. digitalen Spiegelreflexkamera. Dieses Werkzeug vor dem Auge stiegen die Ansprüche der sportbegeisterten Fotografin (skaten, radfahren) und sie trat 2006 dem Dresdner Photoverein “Objektiv” bei. Seit 2007 fotografiert sie das Spektakel Nachtskaten Dresden.

Ein Freund aus dem Fotoklub, Steffen Drache, führte schließich Bettina Niesar zur Analog-Fotografie zurück und weckte ihre Begeisterung für alte Kameras. Darunter auch solche, die in ihrer Heimatstadt hergestellt wurden, so die “Exakta Varex IIA und eine Rolleiflex Mittelformat. Erwähnenswert auch, eine alte Polaroidkamera SX70. Hauptsächlich aber, für ihr fotografisches Tagwerk, sozusagen, nutzt sie die digitale 30D von Canon. “Eigentlich fotografiere ich alles um mich herum, am liebsten aber Menschen, auf der Straße, als Akt, etc. “Doch auch meine Heimatstadt Dresden inspiriert mich immer wieder aufs Neue”, so Bettina Niesar auf die Frage, was sie denn so am liebsten fotografiere.


Im Rahmen der diesjährigen Salzachfestspiele auf Schloß Triebenbach bei Laufen gastierte auch heuer wieder Konstantin Wecker in der Salzachstadt. Begleitet wurde er von Jo Barnikel (keyboard, Trompete). Das launische Wetter verhinderte ein Openair Konzert, es mußte in die gänzlich ausverkaufte Salzachhalle ausgewichen werden.

Von Karl Traintinger (Fotos + Text)

Mit “60 Jahre alt und 40 Jahre Bühnenerfahrung macht 100 Jahre Wecker” begrüßte der Münchener das Publikum. Am Programm standen viele bekannte Lieder und Balladen genau so wie einige Titel aus seiner aktuellen CD “Gut´n Morgen, Herr Fischer”. Zwischen den Liedern erzählte er mit viel Selbstironie aus seinem bewegten Leben. In Jo Barnikel hat er einen kongenialen Partner gefunden, der ihn seit nunmehr 16 Jahren musikalisch begleitet.

Konstantin Wecker ist reifer geworden, man sah, wie viel Freude ihm die Nähe zum Publikum machte. Er bedankte sich bei den begeisterten Zuhörern mit 4 Zugaben! Obwohl er an diesem Abend seinen legendären “Willy” nicht zum Besten gab, muß ich dennoch feststellen, ich mag seine Lieder > , die alten und neuen!

Karl Traintinger, Dorfzeitung (Text + Fotos)

Konstantin Wecker in der Dorfzeitung >


Heute vormittags hat Bundespräsident Fischer die diesjährigen Festspiele eröffnet. Die Festspielpräsidentin Rabl-Stadler betonte in einem Interview, an den Festspielen sieht man, was künstlerisch möglich ist. Die ganze Stadt ist im Freudentaumel, gute Geschäfte sind in Sicht. In der Stadt tummeln sich die Reichen und Schönen und die, die glauben dazugehören zu müssen. Man spürt das kulturelle Prickeln in den Gassen und Straßen.

Die Militärmusik bereitet sich auf ihren Einsatz bei der offiziellen Eröffnung vor, Zaungäste schauen begeistert zu.  Laßt uns festspielen, meint lachend ein kulturbegeisterter Spaziergänger!


DZ_Logo_129Salzburger Festspiele. Gestern Abend war ich auf der Generalprobe zum Jedermann am Domplatz. Interessant das Publikum, wer sich da aller um die günstigen Generalprobenkarten (10€) reißt, kaum zu glauben.

Die Inszenierung von Hugo von Hoffmannsthals Spiel vom Sterben des reichen Mannes vor der imposanten Kulisse des Salzburger Domes gefällt mir gut, die abendliche Stimmung tut das ihre. Mein Pauschallob gilt der gesamten Besetzung. Peter Simonischeck ist der Jedermann, seine Buhlschaft, Sophie von Kessel, spielt sehr gut ist mir aber etwas zu dünn, um dralle Lebenslust zu verkörpern. Begeistert hat mich Clemens Schick als Tod.

Als Jedermanngeher, der so alle drei bis vier Jahre das Stück am Domplatz anschaut, kann ich auch heuer feststellen, der Festspiel-Jedermann ist schon sehr beeindruckend, meint ein festspielbesuchender Spaziergänger.


Laut einer Infotafel des Salzburger Bauerbundes sorgen die Bauern für sauberes Wasser. Man merkt, dass Wahlen im Raum stehen.

Der Spaziergänger

Ergänzend sollte schon festgestellt werden, daß das saubere Wasser eigentlich schon immer da war und halt durch unsere vorbildlich arbeitenden Bauern im Regelfall nicht veruneinigt wird. Die moderne Landwirtschaft mit den fabriksnahen Produktionsmethoden gehen beispielsweise mit Pflanzenschutzmittel und Dünger deutlich grosszügiger um. Wohin die Massenproduktione führen werden, wird die Zukunft zeigen. Ich bin ein Fan von Leopold Kohr und seiner These: “Small is beautiful”.

Hier sorgen die Bauern für sauberes Wasser

Es ist erfreulich, daß unsere klein strukturierte Landwirtschaft größtenteils hohe Ansprüche an die Umwelt stellt und größtenteils auf Extremdünger und viele Pflanzenschutzmittel verzichtet. Es wird dies ja auch sinnvoller Weise von der EU gefördert.

Diejenigen Flächen, die für die Energiegewinnung von Wiesen auf
Äcker umgestellt wurden, sind da schon problematischer. Abgesehen
vom schlechten Wirkungsgrad der Biogasanlagen kann ich mich nicht
daran gewöhnen, daß man Getreide zum Verrotten anbaut.

Biogasmais

Speziell der Mais wächst ohne chemische Hilfsmittel nicht wirklich gut. Über die im Boden verbleibenden Pflanzenschutzmittelrückstände möchte ich lieber gar nicht nachdenken. Das Problem ist, dass diese neuen “inhaltsstoffe” eher Sondemüll als gesund sind und ewig in der Erde bleiben. Nachhaltig ist anders.

Die Biogasanlagen haben mir zur Verarbeitung von anfallenden Abfallprodukten sehr gut gefallen, aber wie es heute läuft, ist absolut nicht in Ordnung. Der Name BIO hat in diesem Fall nichts mit einer umweltfreundlichen Gesinnung sondern nur mit dem Verarbeitungsprozess etwas zu tun.


mondsee

Mondsee OÖ. Ein großer japanischer Lebensmittelkonzern ist, wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen berichet wird, am Kauf des Mondsees interessiert.

Begeistert zeigten sich die Japaner von der Wasserqualität des Sees, möchten sie doch im Zeitalter der Verknappung der Thunfische und anderer Speisefische aus den immer stärker verschmutzen Meeren eine biologische Fischzucht für Süsswasserfische aufbauen.

Ein Forschungsauftrag über die optimale Süsswasserfischzucht im Alpenraum wurde an der Universität Tokio vergeben, hört man aus Fernost.  Speziell der Seesaibling, aber auch die Reinanke wären zum Rohverzehr (Sushi) hervorragend geeignet.  

Einziges Problem ist zur Zeit noch der Schiffsverkehr, der eingestellt werden müsste, eventuell müssten auch einige Seegrundstücke abgelöst werden. Das Baden im See wird verboten werden, da niemand garantieren kann, dass die Badegäste nicht ab und zu den See mit einer WC-Anlage verwechseln und das geht im Rahmen der Lebensmittelgewinnung gar nicht.


Foto: KTraintinger

Foto: KTraintinger

Bürmoos, Salzburger Land. Der Zug für den Bau der Trinkwasserschiene nach Bürmoos ist zum Stehen gekommen.  Einerseits wollen die Bürmooser das Salzburger Wasser, andererseits möchten die Nachbargemeinden Bürmoos mit Wasser versorgen.

Die Wasserschiene muss nur nach Bürmoos verlängert werden, denkt sich der einfache Bürger und Bürmooser Gemeindepolitiker. Offensichtlich hat man aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn plötzlich verweigern die Grundbesitzer der Nachbargemeinden das Verlegen der Wasserleitung über ihren Grund.

Ein Schelm, wer da nicht an den Zufall glaubt, meint ein grinsender Spaziergänger.


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Die Bad Reichenhaller Therme setzt auf Familien! das schlägt sich weniger im kindgerechten Badeangebot sondern vielmehr bei den Eintrittspreisen nieder. Eine dreiköpfige Familie zahlt um einen Euro weniger als ein Erwachsenenpärchen.

Irgendwie finde ich das schon ein bisschen schräg,
meint ein stirnrunzelnder Spaziergänger.


Der Salzburger Wochenmarkt, die Schranne, war gestern wie so oft ein Fixpunkt für mich. So gegen 6 Uhr früh ist es am schönsten. Die Zutaten für das Mittagessen waren schnell eingekauft, heurige Kartoffeln und frischer Zander. Zum Zander ließ ich mich von der Standlerin der Bachfischerei Baumgartner in Mattighofen überreden, er kam aus einer Zucht im Schweden; normalerweise kaufe ich nur einheimische Fische, weil ich glaube, nur die können wirklich fangfrisch sein; der Zander schmeckte hervorragend.

An den frisch geernteten Heidelbeeren konnte ich auch nicht vorbeigehen ohne einen Liter mitzunehmen. Mein Mittagsmenü: Gegrillter Zander mit Knoblauch, dazu Petersilienkartoffel und ein Glas Welschriesling vom Kruder aus Jedenspeigen im Weinviertel.

Heidelbeerdatscherl

Die 2 Heidelbeerdatscherl als Nachspeise zum Espresso waren ein Gedicht. Zusammenfassend kann festgestellt werden, der gestrige Donnerstag war kulinarisch sehr erfreulich. (Karl Traintinger)


Inszenierung: Klaus Gmeiner, Ausstattung: Bernd Dieter Müller.
Mitwirkende: Rudolf Otahal, Ingrid Schaller, Leo Braune, Maria Schuchter, Vivien Löschner, Horst Eder, Vera Schweiger, Christine Renhardt, Peter Bräumann.

Dasalzburger Straßentheater

Premiere:
Freitag, 25. Juli; 17.00 Stieglbrauerei, Sudhaushof oder Brauwelt

Samstag, 26. Juli, 20.00 Toskanatrakt d. Universität
Fest zur Festspieleröffnung

Die Idee für das Salzburger Straßentheater stammt von Oskar Fritz Schuh, der schon im Jahr 1957 dem Festspieldirektorium den Wunsch vorgetragen hatte, in Salzburg ein Theater auf der Straße zu installieren. Die Salzburger Kulturvereinigung zögerte nicht, 1970 diesen Plan zu realisieren. O. F.

Schuh und seine Frau Ursula – er als Regisseur und sie als Ausstatterin – haben dieser Institution 15 Jahre hindurch so idealistisch gedient, daß man sich heute einen Festspielsommer ohne das Salzburger Straßentheater gar nicht mehr vorstellen kann. 1985 haben Klaus Gmeiner und Bernd Dieter Müller deren Aufgaben übernommen und in die Fortführung des Werkes viele neue Ideen eingebracht. Von 1970 bis inklusive 2004 konnte die Salzburger Kulturvereinigung bei über 900 Vorstellungen ihres Straßentheaters rund 460.000 Zuschauer zählen.

Überall, wo der von Pferden gezogene Bühnenwagen auftaucht, erfüllt den Zuschauer das Gefühl des Dabeiseins. Hier stehen sie Seite an Seite:

Einheimische, Gäste, Theaterskeptiker und Kunstbeflissene, verbunden in das gemeinsame Erlebnis von Komödianten und Zuschauern. Das Theater ist wieder bei denen, für die es ursprünglich gedacht war. Die Vorstellungen, die bei freiem Eintritt stattfinden, sollen möglichst breite Kreise aus allen Schichten der Bevölkerung ansprechen, das Publikum unterhalten, den Leuten Freude bereiten, sie aber auch zum Nachdenken anregen, ihnen einen Spiegel vorhalten und sie animieren, nicht nur zu unserem Straßentheater zu kommen sondern bei nächster Gelegenheit auch einmal ins Theater zu gehen.


Was gäbe ich darum, könnte ich ein VIP sein. Ein Promi muss ich nicht sein, was da heutzutage schon alles dazuzählt, nein, da muss ich nicht dazugehören. Aber ein VIP, das wäre schon was. Da wäre ich bei der EURO in die VIP-Lounge gegangen, hätte ein bisschen smallgetalkt und hätte die Fanmassen vom Museumsbalkon aus mit einem Gläschen Sekt in der Hand beobachten können. Alles wäre gratis gewesen, zahlen muss nur das Fußvolk, nicht die VIP´s. Willkommen in der Welt der Reichen und Schönen.  VIPs zahlen nicht.

Naja, wenn ich mir die VIPs genauer anschaue, ich weiß nicht, ob ich da dazugehören möchte. Da sind ja echt wenige dabei, die es durch die eigene Leistung zu etwas gebracht haben, die wären auch imposant. Die aber sind in den VIP-Lounges selten bis nie zu finden. Und die Feschaks und Weibchen können einen Besuch auch nicht immer interessant machen,
meint ein Spaziergänger,
der eigentlich von Berufswegen her als VIP-ler völlig ungeeignet ist. 😉