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Zeitgeist Ausgabe 4/ 1986

Die Bezirksstadt Gänserndorf

Es ist nicht einfach, den Ort, in’ dem man wohnt und lebt, dem man sich zutiefst verbunden fühlt einigermaßen objektiv beschrei­bend vorzustellen. Denn die Ge­fahr zur liebevollen Übertrei­bung und zum überzeichneten Genörgel ist wohl immer vorhanden. Gänserndorf, vormals Unter-Gänserndorf und urkundlich Gens­tribendorf, war vor 150 Jahren ein kleines unbedeutendes Bau­erndörfel, mehr gesichtslos als geschichtslos und es nimmt Wun­der, daß es nicht das gleiche Schicksal erlitten hat, wie so viele Ansiedlungen in der Umge­bung, von denen nur noch die Flurnamen ahnen lassen, wo sie sich befanden.

Zuviel war in diesen 900 Jahren seitdem “Genstribendorf” erst­malig urkundlich erwähnt worden, über diesen Landstrich hereinge­brochene Völker- und Heerscharen sind hier durchgezogen und hinter­ließen Elend und Verwüstung.

Die uns überlieferten Daten und Fakten der älteren Geschichte unseres Ortes sind eher spärlich. Das beweist allein, daß in der publizierten Ortschronik von Dr. Hans Hörler, 2. Auflage 1969, mit einem 115 Seiten umfassenden Textteil, bereits auf Seite 39 ein Ereignis des Jahres 1838 beschrieben wird. Ein wirklich denkwürdiges Jahr für Gänsern­dorf, denn am 16.4.1838 fuhr der erste Dampfzug von Florids­dorf nach Gänserndorf. Für den Ort ein markantes Datum, denn neue Verkehrswege bedeuten Aufbruch und Entwicklung.

Auszug eines Artikles verfasst von Regierungsrat Bürgermeister Erwin Konecny

Aus dem Inhalt (eine kleine Auswahl der umfangreicheren Beiträge)

Weihnachten im Weinviertel | Gedichte von Wiltrud Wöhl | Die Bezirksstadt Gänserndorf – von RR Bgm. Erwin Konecny | Musikverein Zistersdorf | Salonfähige Literatur beim Strobl | Wilhelm Jezek – Künstlerportrait | Barbara – Heilige, Kultfigur, Schutzpatronin | Mosaik in der Hauptschule Zisterdorf von Franz Haas und Franz Rauscher | Helmut Schörk – Gedichte | Milan Racek – Künstlerportrait | Irena Racek – Künstlerportrait | Projekt: Mühlhof – Der Mühlhof von Braunsdorf und seine Geschichte | Das Lesehaus – Endpunkt der Reise? Wenn ein Wanderer müde wird … Sitzendorfer Kulturtage – Eduard Mildschuh | Mugl Company – lauter Zwurschis von Hannes Tröstler | Weinviertel im Wandel – Schriftenreihe Weinviertel | Lesung in Unterstinkenbrunn

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Zeitgeist 1986 03

Zeitgeist Ausgabe 3/ 1986

Günther Esterer – Ein Versuch, einen Künstler zu erfassen

Die biographischen Details sind unspektakulär. Er ist 1942 in Mistelbach geboren, hat die Pflichtschule besucht, in der Firma, in welcher er nunmehr Abteilungsleiter für Druckform­herstellung ist.

Die 4-jährige Schriftsetzerlehre mit der Gesellenprüfung abgeschlossen, einen 9-monatigen Präsenzdienst beim Gardebataillon absolviert und dann 2 Jahre im erlernten Beruf in der Staatsdruckerei in Wien zugebracht; in dieser Zeit hat er seine spätere Frau kennen­gelernt. Rein zufällig kam sie auch aus Mistelbach. Bald ging Esterer mit seiner Gattin dorthin zurück; beide fühlten sich im angestarrmten Lebensbereich woh­l er. Ein Sohn und zwei Töchter haben sich in rascher Folge ein­ gestellt; eine dritte Tochter kam später hinzu, sodaß die Es­terers heute eine sechsköpfige Familie sind.

(Auszug aus der Titelgeschichte von Mag. Hans Michael Hajek)

Aus dem Inhalt (eine kleine Auswahl der umfangreicheren Beiträge)

Zistersdorf eine Grenzstadt – von Bgm.Prof.Dr.Rudolf Streihanmer | Dr. Walter Wöhl – Portrait eines Foto Bildners | Es steht ein Schloß – von Frieda Ott | Portrait Christine Rauch – von Gerhard Hasitzka | Künstlergemeinschaft Westliches Weinviertel | ROCK’N ROLL und BLASMUSIK” • AUFGEPASST! OPEN OHR MICHELSTETTENFEST 86 | Gedichte von Erwin Baumgartner | Neues von der Schriftenreihe Weinviertel | “Dichterlesung, Kunstpräsenta­tion und Konzert anläßlich des nö Landesfeiertages und der Wochen der zeitgenössischen österreichischehen Musik” in Schönkirchen-Reyersdorf – von Gerhard Weisskirchner | etc.

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Pestsäule Mistelbach

Die Pestsäule in Mistelbach

Im Jahre 1597 wurde die Weinviertler Stadt Mistelbach, damals noch eine Marktgemeinde, von einer verheerenden Pestepidemie heimgesucht. Ein Jahr später errichteten die Mistelbacher Bürger im Bereich der heutigen Polytechnischen Schule zur Erinnerung eine Pestsäule.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

1898 wurde die in die Jahre gekommene, baufällige Säule abgetragen, restauriert und auf der sogenannten “Kaiser Franz Josef-Höhe” am Kirchberg aufgebaut.

1985 wurde die Mistelbacher Pestsäule noch einmal restauriert und anschließende am Conrad-Hötzendorf-Platz vor der heutigen Polytechnischen Schule neu aufgebaut.

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Zeitgeist 1986 02

Zeitgeist Ausgabe 2/ 1986

Lang erwartet, endlich da ! Mit viel Pomp und Trara, man könnte auch sagen in feierlichem Rahmen, eröffnete Noch-Bundespräsident Kirchschläger die Landesausstel­lung 1986 “Prinz Eugen und das barocke Österreich” in Schloß­hof”.

Zahlreiche Prominenz und viele, die sich für prominent halten, strömten in die kleine Marchfeld­gemeinde, um über die “Jahrhun­dertchance” der Region zu urtei­len, um zu sehen und um gesehen zu werden. Denn die Ausstellung, die in friedlicher Eintracht von Bund und Land veranstaltet und finanziert wird, wurde von vielen nicht nur wegen ihrer kulturellen und historischen Bedeutung, son­dern auch aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen mit Inter­esse und Spannung erwartet. Vor allem die heimische Gastronomie ist es, die den Slogan “Jahrhun­dertchance für das Marchfeld” prägte und auf wichtige und not­wendige Impulse (die sehr zu wünschen sind) hofft. Die Werbetrommel wurde jedenfalls recht kräftig gerührt, peinliche Pannen konnten dabei aber natür­lich nicht ausbleiben. Man erinnere sich nur an den verun­glückten Gastronomieführer des Fremdenverkehrsverbandes March-Donauland, demzufolge eine vierköpfige Familie für ein Mittagessen in einem Marchfelder Dorfgasthaus einen Kredit auf­nehmen hätte müssen. Oder die Kritik an der Führung der March­felder Schlösserstraße die an­geblich zwei, sogenannte Nobel­lokale des Marchfelds bevorzuge.

(Auszug aus der Titelgeschichte von Erwin Konecny)

Aus dem Inhalt:

Fotoausstellung – Dr. Walter Wöhl in Gänserndorf | Erika Spieß – Eine romantisch-realistische Malerin Weinviertler Landschaften | Niederabsdorf – Ein Dorf im Wandel der Zeit | Bemerkung zur Ästhetik des Chaos – von Ewald Spanner | ET CETERA Ja, da wärs halt gut, wenn ma Englisch könnt! Von Friedl Kraus | Literarisches ausgewählt von Ewald Spanner | Das NÖ Bildungs- und Heimatwerk im Verwaltungsbezirk Gänserndorf – von Gerhard Weisskirchner | Das Weinviertler Museumsdorf Niedersulz | BLUES NIGHT in Mistelbach – Von Otmar Biringer | KULTODROM-Folkfestival-Stadtfest in Mistelbach – Von Otmar Biringer | Günther Lang – Gebrauchsgegenstände aus Ton – Von Hannes Tröstler | Fotografie – Winter im Weinviertel | GRÜNES NIEDEROSTERREICH – Ortsbildmesse in Weikendorf – mehr als das Färbeln von Fassaden

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Moderne Architektur

Ein schönes Beispiel für zeitgenössische Architektur ist die NÖ-Landesgalerie in Krems, die nach Plänen des Vorarlberger Architektenbüros Marte errichtet wurde.

Das Haus wurde am 25. Mai 2019 eröffnet und gehört zu den Galerien auf der Kremser Kulturmeile.

So nach und nach möchten wir interessante Bauten vorstellen. Ein Artikel mit einer Bilderstaffel zur NÖ-Landesgalerie ist in Arbeit und wird demnächst publiziert.


Gottfried “Laf” Wurm: Linolschnitte

Er wohnt mitten in der Kornkammer Österreichs, in Lassee im NÖ Marchfeld, der freischaffende Künstler, den man oft irgendwo in der Gegend vor seiner Staffelei sitzen sieht. Laf Wurm liebt es, in der Landschaft zu malen.

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Von Karl Traintinger

Bekannt wurde er mit seinen Federzeichnungen über “Korruptulien”, den Farblinolschnitten, den Enkausiken und den Aquarellen. So nach und nach sind dann Acrylbilder dazugekommen.___STEADY_PAYWALL___

Allen Werken gemein, abgesehen von Korruptulien, ist seine Liebe zu klaren Strukturen, eindeutigen Flächen und geraden Linien, unabhängig von der Technik, die er zum Einsatz bringt. Zentrales Thema seiner Werke ist häufig die Landschaft, in der er sich gerade aufhält.

Am liebsten ist er mit seinem Fahrrad unterwegs, bepackt mit Staffelei und Farben. Wenn es sein muss, kann auch ein alter, klappriger Bus als Atelier dienen. Diesmal möchte ich Ihnen einige seiner Fablinolschnitte aus Niederösterreich zeigen.

Gottfried “Laf” Wurm in der Dorfzeitung:
Walter Hansy: Der Distelverein. Mit Linolschnitten von Gottfried Laf Wurm. >
Gottfried “Laf” Wurm, Salzburger Linolschnitte >
Gottfried “Laf” Wurm: Atelierbesuch Sommer 2012 >
Gottfried “Laf” Wurm, Maler in Lassee NÖ >
Gottfried “Laf” Wurm: Neben-Bahnen. Linolschnitte. >
150 Jahre Eisenbahn in Österreich. Druckmappe. >
Gottfried “Laf” Wurm: Farblinolschnitte


Eichhorn im nördl. NÖ Weinviertel

Eichhorn ist eine der neun Katastralgemeinden der Stadtgemeinde Zistersdorf, das einmal in erster Linie wegen seines Erdölvorkommens bekannt war.

Das Dorf liegt in einer Mulde und ist erst kurz vor der Ortseinfahrt zu sehen. Zwischen den einzelnen Dörfern und Städten gibt es vorwiegend “Gegend”.

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Eichhorn

Das Dorfzentrum mit Gemeindeamt, Raiffeisenkasse und Feuerwehr in einem Haus.

Eichhorn

Die alten Häuser an den Hauptstraßen werden oft schlecht bis gar nicht saniert. Einzelne, freistehende Häuser am Ortsrand sind bei vielen Jungfamilien beliebter als die traditionellen Häuser an den Straßen.

Eichhorn

Eichhorn

Eichhorn

Eichhorn

Die alte Milchkammer hat schon lange ausgedient. Das Dorf liegt an einer der Straßen nach Zistersdorf und man kennt es eigentlich nur von “Durchfahren”.