Offener Brief

Liebe Kinder und Kindeskinder!
Vielleicht werdet ihr eines Tages eure Eltern und Großeltern fragen, wie das so war, im Jahr 2017 in Österreich. Als sie einer schwarz-blauen Regierung durch ihre Stimmen das Tor zur „Dritten Republik“ öffneten. Ob es ihnen denn wirklich so schlecht gegangen sei.

Rochus GratzfeldVon Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Und ob die Flüchtlinge wirklich eine große Bedrohung für Stabilität und Wohlergehen Österreichs gewesen wären. Und ob es stimmt, dass jeder im Jahre 2017 seine Meinung frei äußern durfte. Dass es kritischen Journalismus und eine unzensierte Presse gab. Dass ein Gesundheits- und Pensionssystem existierte, von dem alle Menschen profitierten. Dass Menschen nicht erst mit 70 in Pension gehen mussten. Dass Kindergartenplätze kostenfrei, so wie nahezu die gesamte Bildung, waren. Dass es weitgehend Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit gab. Dass nicht täglich eine Stunde Übungen zur Ertüchtigung der Wehrfähigkeit auf dem Schulprogramm standen. Dass der Tag nicht überall mit dem Singen und Spielen der Nationalhymne begann. Dass Parteizugehörigkeit nicht Voraussetzung für berufliche Karrieren war. Dass Familienförderung nicht die Ehe und das Zeugen von mindestens zwei reinrassigen Kindern voraussetzte. Dass Frauen gleichberechtigt mit Männern waren. Dass homosexuelle Menschen zur Gesellschaft gehörten.

Ihr werdet sie vielleicht fragen, ob sie denn nicht wussten, dass sie einem Egomanen, Nazis, Neonazis und Burschenschaftlern das Parlament übergaben. Dass sie das Kapital förderten und die breite Masse der Bevölkerung schwächten. Dass sie euch die Zukunft verbauten.

Eure Eltern und Großeltern werden genauso reagieren, wie es meine Eltern und Großeltern vor langer Zeit taten. Sie werden sagen, sie hätten doch nichts gewusst. Und damit so schrecklich lügen, wie es meine Eltern und Großeltern taten. Vor langer und doch so kurzer Zeit. Sie werden lügen, denn sie haben alles gewusst. Sie wählten Blau, werden sie sagen, aber sie wählten Braun – nur die Kornblume war blau. Aber sie haben wie die berühmten „Drei Affen“ gehandelt: Nichts gesehen, nichts gehört, nichts gesagt. Denn sie waren egoistisch. Sie wollten Veränderung um der Veränderung willen. Sie waren satt, aber nicht zufrieden. Sie wollten nicht teilen, nichts abgeben. Sie vergaßen die Errungenschaften, die ihnen der Mauerfall und der Beginn eines freien Europas gegeben hatten. Sie huldigten dafür lieber wieder dem Nationalismus in all seiner Enge. Dass sie dabei noch den Untergang der Grünen – und damit „Grüner Werte“ – feierten, es zeigt, wie wenig sie sich um eure Zukunft scherten. Euren Müttern und Großmüttern wurden die Freiheiten der Emanzipation gleichgültig. Sie gaben das Recht auf, über ihren eigenen Körper zu entscheiden.

Also, liebe Kinder und Kindeskinder, es ist traurig aber wahr: Eure Eltern und Großeltern haben sich schuldig gemacht. Damals. 2017 in Österreich.

Nachwort
Niemand kann in die Zukunft schauen, auch ich nicht. So wünsche ich mir sehr, dass das Kommende meinen Brief ad absurdum führen wird. Und den Kindern und Kindeskindern wünsche ich das Beste. In der hoffentlich bleibenden „Zweiten Republik“.


Fürchte Gott, flatter nicht!

Fürchte Gott, flatter nicht!

So pflegte vor einem halben Leben unser damaliger Statistik-Professor die Prüfungen einzuleiten.
Nun denn.
Müssen wir heute flattern?
Müssen wir, wenn nicht Gott, so viel Anderes fürchten?

Rochus Gratzfeld: salzburgANDERSVon Rochus Gratzfeld

Können wir uns im eigenen Land, in Europa, in der Welt nicht mehr sicher fühlen?
Ich fühle mich sicher und möchte mich nicht verunsichern lassen. Allerdings: Sicherheit ist höchst relativ und wird individuell erfahren. Auf den Tag genau – nachdem ich die Al-Ghriba-Synagoge auf Djerba in 2001 besuchte – erfolgte 2002 der fürchterliche Anschlag. In Budapest liebte ich es so um die gleiche Zeit in einem Kaffeehaus zu sitzen. Am Rand. Abends. Dort gab es auch einen Papierkorb. Zwei Wochen, nachdem ich das letzte Mal dort verbrachte explodierte in eben diesem Korb eine Bombe. Ich habe die Anschläge der RAF im Raum Frankfurt als junger Mann hautnah mitbekommen. Die Hysterie dieser Zeit. Ich habe mich nicht verunsichern lassen. In London explodierte vor einem Hotel eine Bombe, kurz nach dem ich abgereist war. Ich bin weiter gereist. Weniger spektakuläre Phänomene haben mich verunsichert. Die polizeilichen “Blogwächter” und privaten Spione, in der ehemaligen DDR, in die ich immer wieder reiste, und bei meinen Besuchen in China. Seit all dem ist viel Zeit vergangen. Art und Umfang der Bedrohungen haben sich qualitativ und quantitativ verändert. Nein, durch die Sahara würde ich nicht mehr reisen. Der gesamte Nahe Osten kann mir gestohlen bleiben. Erdogan und seine Spitzel, ja, das verunsichert mich. Das “Totmachen” von Meinungen. Ja, das beunruhigt mich, ekelt mich. Anschläge in ganz Europa haben zugenommen, obgleich wir statistisch auf der Time Line der letzten Jahre noch keinen Rekord verzeichnen – zum Glück! Der staatliche Kontrollwahn in Österreich, die staatliche Radikalisierung in diesem Land. Das will ich nicht. Dagegen kämpfe ich mit meinen Mitteln. Mit dem Bleistift.

Wirklich fürchten? Ja, ich fürchte mich vor Donald Trump. Vor Kim Jong-Un. Denn gegen die bin ich nun wirklich machtlos.

Und ich fürchte mich zusammen mit den Menschen, die Kurz & Co in das vermeintlich sichere Afghanistan zurücksenden (möchten). Allein in dieser Woche starben dort bei Terroranschlägen mehr als 200 Unschuldige.

Hat also die Zeit der Furcht eingesetzt? Ich sage klar NEIN. Eingesetzt hat aber die Zeit der Wachsamkeit. Der Wachsamkeit gegen die Furcht und deren fatale Konsequenzen. Die Grenzen unserer Freiheiten sind enger geworden. Dort, wo sie weit sein könnten, bauen wir wieder Zäune und Mauern. Ich korrigiere mich. Lassen die wieder Zäune und Mauern bauen, die glauben, vom allgemeinen Flattern politisch profitieren zu können. Eine fatale Entwicklung, aus der Kurz, Strache & Co Profit geschlagen haben. Die gerade geschlagene Wahlschlacht in Österreich ist ein trauriger Beweis. Der Untergang der Grünen ein Beleg für veränderte Werte – unabhängig von den vielen Fehlern, die die Partei selbst zu verantworten hat. Die liebe Eva ist daran ebenso mitschuldig wie die wortbrüchige Wiener Vizebürgermeisterin. Ulrike Lunacek ist kein Vorwurf zu machen. Außer, dass sie eine miserable Wahlkampagne mitgetragen hat und viel zu wenig ihre eigene höchst kompetente Persönlichkeit dem Männchen Kurz und dem Wehrsportler Strache entgegengesetzt hat. Sie wäre später für mich eine ideale Nachfolgerin des hervorragend agierenden Van der Bellen.

Der Sieg des Abtrünnigen Egomanen Pilz, der den Grünen quasi als Gero-Torero den Todesstoß versetze, passt ebenfalls ins Bild. Einer, der Kontrolle verspricht. Ein Führer abseits vom Rightstream. Sozusagen ein volksgewollter Gegenpol zum Machtduo KurzStrache. Versehen mit den gleichen Genen.

Kern. Um noch einen Augenblick bei den Wahlen in Österreich zu bleiben. Er hat mich zutiefst enttäuscht. Nicht wegen der peinlichen Auftritte als Pizzabote. Nein, gerade jetzt in diesen Tagen. Mit seinen verzweifelten Versuchen, an der Macht zu bleiben, statt wie Martin Schulz in Deutschland sofort und proaktiv in die Rolle einer starken Opposition die SPÖ zu führen. Pfui, die Anbiederung an die FPÖ.
Fürchte Gott, flatter nicht.


WALDwillKUNST

Sarród ist ein kleines Dorf in Ungarn, gelegen nahe dem Neusiedlersee. Als der seine größte Ausdehnung hatte, war Sarród einstmals ein Ort mit Hafen. In den Zeiten des „Kalten Krieges“ – unter Kontrolle der damaligen Sowjetunion – wurde der Ort von der Landkarte gelöscht. Sollte einfach nicht vorhanden sein. Zu nahe an Österreich. Zu verlockend als Ausgangspunkt für eine Flucht in den Westen.

Rochus Gratzfeld: salzburgANDERSVon Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Heute ist Sarród ein vergleichsweise wohlhabender Ort. Gelegen im Viereck Wien – Sopron – Györ – Bratislava. Viele Österreicherinnen und Österreicher haben sich hier einen Zweitwohnsitz geschaffen. So auch wir.

Kunst und Kultur haben in Ungarn einen hohen Stellenwert. Wenngleich deren Inhalte regimebedingt einem stetigen Wandel unterworfen waren und sind. Dennoch. Jede Stadt sowieso und sogar jedes Dorf haben ein kulturelles Zentrum, bieten nicht nur Volkskunst. So finden beispielsweise in Sarród in jedem Sommer Kunstwochen statt, die zu den unterschiedlichsten Themen Workshops für junge und weniger junge Interessierte anbieten.

Meine Frau, Sonja Schiff, und ich, beide sind wir kunstinteressiert und kunstschaffend. Neben der eigenen Kunst hat es uns seit unserem Miteinander immer interessiert, anderen Künstlerinnen und Künstlern Raum zu bieten. So gründeten wir in Salzburg die WANDERGALERIE. Sie sollte leerstehende Gebäuden zu Leben auf vorgegebene Zeit erwecken. Ein Höhepunkt war die Organisation und Veranstaltung eines Streetart-Events in einem Abbruchhaus in Elisabeth-Vorstadt. Schließlich scheiterten wir aber an den Auflagen der Stadt, die wir weder erfüllen konnten noch wollten. So gehört die WANDERGALERIE der Vergangenheit an.

WALDwillKUNST

ngg_shortcode_0_placeholder

Nun gut. Was lag näher, als unseren Streckhof nebst dazugehörigem Wäldchen zu einem Ort der temporären Kunstpräsentation aufzubauen. In diesem Sommer haben wir damit begonnen. Mit Erfolg, aus unserer Sicht und Wohl auch aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aus Sicht der Besucherinnen und Besucher. Wichtig war es uns, zum Auftakt eine bunte und internationale Mischung von Künstlerinnen und Künstlern zur Teilnahme motivieren zu können. So präsentierten dann folgende Künstlerinnen und Künstler bei uns ihre Werke:

Barbara Ambrusch-Rapp, Villach
István Bessenyei, Sarród
Sári Ember, Budapest
Rochus Gratzfeld und Michaela Gründler, Salzburg und Sarród (Gemeinschaftsarbeit)
Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród
Helmut Krenn, Salzburg
Sabine Kristman-Gros, Landau
Bernhard Meyer, Darmstadt
Sonja Schiff, Salzburg und Sarród
Ronni Zettner, Saltillo México

Unterstützt wurden wir bei Vorbereitung und Durchführung von der jungen Kunsthistorikerin Orsolya Mácsadi aus Sopron, die auch alle Übersetzungsarbeiten ehrenamtlich erledigte.

ngg_shortcode_1_placeholder

Einen Eindruck von den Werken und der Veranstaltung vermitteln die Fotos (Alle Fotos Rochus Gratzfeld und Orsolya Mácsadi.)

WALDwillKUNST 2018

In 2018 wird WALDwillKUNST fortgeführt. Im Juli oder August. In Sarród. Ein Termin steht noch nicht fest. Künstlerinnen und Künstler können sich wie folgt einbringen:

– Malerei, Zeichnungen
– Fotografie, Fotografik
– Installationen
– Objekte
– Skulpturen (Stahl, Stein, Holz, Ton)
– Lesungen
– Musik, Gesang
– Tanz
– Performance

Ganz besonders freuen würden wir uns über Beiträge von Menschen mit Migrationshintergrund und von Roma und Sinti.
Möge es gelingen!


Kurz. Wundermann in Blau

Letzten Sonntag habe ich mir wieder die Krone der Zeitungen auf meine Weise besorgt.
In der Beilage ein Portrait des Mannes in Blau, der vielleicht der jüngste Kanzler Österreichs werden wird. Des Mannes, der viel redet, aber eigentlich nichts sagt.

Rochus Gratzfeld: salzburgANDERSVon Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Wie oft üblich, beginnt die Krone ihren Bericht, der wohl die Absicht hat, den Wählerinnen und Wählern den unpersönlichen Kandidaten persönlicher zu machen, mit – nennen wir es einmal – einer Übertreibung: Auf dem Bauernhof seiner Oma sei der Bub aufgewachsen. Na ja, aufgewachsen? In den Ferien war er dort. Und an Wochenenden. Und das wohl auch nur manchmal. Ist ja o.k., normal. Aber eben die Story will anders. Will den Heimatburschen vermitteln, dem aus meiner Sicht Heimat am dünnen Arsch vorbeigeht. Wie eigentlich alles. Ja und dann noch der Versuch, den Knaben ohne Abschluss zum eigentlichen Mann mit Abschluss zu machen, zum verhinderten Juristen, der offenbar auf die letzten zwei Prüfungen zum Wohle des Volkes der Republik verzichtet hat. Amen! Aber Glaube soll ja selig machen.

Jedenfalls suche ich den Menschen. Gehe als optischer Mann zunächst die Bilder durch. Kurzblau. Die Farbe der Kälte. Große Ohren können über schmale Lippen nicht hinwegtäuschen. Emotionslose Fotos im Kreis der Familie. Da ist nichts. Rein gar nichts.

Der Text. Wieder nichts. Blablablablabla. Zwischen Blablablablabla eingestreut belanglose politische Statements.

Wer nach Emotionen sucht, nach Begeisterung, nach Verlangen, ja ganz einfach nach Hirn und Hoden, der findet nichts. Geschwafel um Fleiß und Einsatz ersetzen Empathie und Leidenschaft. Hemd bis auf den letzten Knopf geschlossen. Hände in den Hosentaschen, dort, wo er noch nicht einmal nach Bällen sucht.

Die Beilage kommt dahin, wohin jede Kronenzeitung bei mir landet: Zum Anmachholz für den Kachelofen. Der erzeugt wenigstens Wärme, der Kachelofen.

Ach ja, welchen Brennwert ich dem Kurzblau gebe….wird nicht lange vorhalten. Aber zurück zu Katzen und Ziegen kann er ja dann immer noch. Sofern die Oma ihn nicht enterbt. Aber viel kaputt machen kann er, um am Ende dann zu sagen „Ich war zu schön, zu intelligent, zu….“. Aber das hatten wir ja auch schon.


Fronleichnam adelig

Im Wasserschloss Anif gab sich zu Fronleichnam wieder der Adel – upps, der bereits 1919 in Österreich abgeschaffte Stand – die Ehre. Und dem gemeinen Volk das Vergnügen, „höfisch“ Leib und Blut Jesu Christi verzehren zu dürfen.

Von Rochus Gratzfeld

Wieso kommt mir da gerade Hermann Nitsch in den Sinn? Egal. Jedenfalls im Angesicht des omnipräsenten Untersberg. Im an Atmosphäre reichen Schlossinnenhof. Manche so ergriffen, dass sie mit nackten Knien auf dem Kopfsteinpflaster den Worten des etwas trockenen Pfarrers lauschten.

Das Wetter göttlich. Die Location zauberhaft. Kitschig schön. Aber eben richtig schön. Der Hausberg erhaben. Als hielte er inne. Oder Wacht.

Die Prozession, angeführt von der Bürgermeisterin, zog mit Musik von der Dorfkirche durch den Englischen Garten. Keine Böllerei. Bravo! Dirndl und Lederhosen, feine Tracht.

Kein touristisches Ereignis. Wohltuend.

Ich war dabei. Durchaus berührt. So und so. Im ledernen Beinkleid. Lang. Ohne schmückendes Messer.

ngg_shortcode_2_placeholder


GRENZDUMMBLAUSCHWARZ

Vorab. Ich versteh es nicht.
Tu mich immer schwer mit dumm.
Pamhagen.
ZwergGrenzÜbergang.
Zu Ungarn.
Pamhagen. Österreich. EU.
Ungarn. EU.
ZwergGrenzÜbergang.
Na jedenfalls stehen da seit GRENZDUMMBLAUSCHWARZ.
Container.
Darin oder davor hockt die Exekutive.
Fesch meist.
Mädels und Buben in Uniform.
Die machen manchmal auf Kontrolle.
Nicht zu Mittag. Da machen sie auf Leberkäs. Also warmen vom Spar aus Wallern.
Den bringt der polizeiliche Jausenexpress ohne Blaulicht, dennoch pünktlich.
Also vernichten. Tun sie den Leberkäs. Da gehen sich Kontrollen nicht aus.
(Flüchtlinge: Mittags pünktlich Übergang frei.)….Ich habe nichts gesagt.
Aber morgens. Da sind sie aktiv. Im Mini-Berufs-Verkehr.
8.
Richtig gelesen.
Acht Fesche stehen dann da. Bereit zu. Was weiß ich.
Ob sie schon Flüchtlinge gefangen haben? Fürchte die Bilanz zeigt.
0.
0 für null wie O für Orgasmus.
Sorry.
Jedenfalls kontrollieren dann 4.
Fesche auch die Ausreise von Österreich nach Ungarn.
Offensichtlich auf der Suche nach Flüchtlingen, die von A nach HU wollen.
Dümmer geht nimmer.
Flüchtlinge, die von A nach HU wollen sind.
Entweder dement.
Entweder am Rinderwahn erkrankt (Muslime, nix Schwein).
Entweder desorientiert.
Folge: Einfangquote gleich.
O.
Hatten wir schon.
GRENZDUMMBLAUSCHWARZ.
Wer mag.
Kalkulation.
8.
Fesche.
2.
Stunden täglich.
Kosten Steuerzahler(in)?
GRENZDUMMBLAUSCHWARZ.
Aber SobotkakurzSicherheit.
The Wall Pink Floyd.

SCHNITT

Pamhagen-Wien.
Rast auf dem Weg nach Salzburg.
Espresso.
Neben mir zwei nicht Fesche.
Exekutive kurz vor der Pension.
Gezeichnet.
Von. Was. Polizeiarbeit wirklich ausmacht.
Stoßen an.
Mit der Kaffeebrühe.
Verstehen uns. Ohne, dass es Nähe gegeben hat, die es doch gab.
Ich frage die beiden Oldies in Uniform nicht, was sie von Pamhagen halten.
Ich kenne die Antwort.
Fuck!


Erdogan – oder wir sollten jetzt denken.

.
Istanbul.
In den 90er Jahren.
Taxi.
Hupen.
Stau.
Taxi.
Hupen.
Stau.
Zwei Männer steigen aus ihren Autos.
Prügeln aufeinander ein.
Setzen sich wieder in den Stau.
Weiter.
Samstag.
Partytime.
Wenn ich jetzt mit dir gehe, musst du mich heiraten.
Sagt sie im durchsichtigen Rock.
Meine Gedanken erigieren.
Geschäftstermin.
Europa.
Wir wollen nach Europa.
Raki unter Männern. Noch eine Flasche.
Geteilt mit dem Deutschen.
Wir wollen nach Europa.
Yararina.
Polizeikontrolle.
Beine breit.
Hände aufs Dach.
Auch die Frauen.
Wir wollen nach Europa.
Fisch.
Salat.
Salz des Meeres.
Die Armutsquartiere im Moloch.
Interessieren keinen.
Bis auf.
Die.
Sind heute an der Macht.
Der.
Damals.
Party. Hupen. Fisch. Früchte des Meeres. Wein. Raki.
Europa hat auf sie geschissen.
Fakt.
Gastarbeiter. Gäste. Nicht bestimmt zum Bleiben.
Salzburg.
Türkische Community.
Schreibe ein Buch.
Bin gern gesehen.
Hier.
Tee.
Raki.
Wein.
Dann Schluss.
Kopftücher.
Zwangsehen.
Ehrenmorde.
Erdogan.
Palast. Revolte. Reichtum.
Sultanat.
5 Kinder.
Zukunft Europas.
Unterdrückung. Inhaftierung. Folter.
Todesstrafe.
Nazi.
Merkel.
Was ist passiert.
Europa ist schuld. Auch.
Dass ein Erdogan.
Kommen konnte.
Nein. Nicht Hände waschen in Unschuld.
Denken.
Gedanken.
Handeln.
Alle.
Miteinander.
Radikalisierung beenden.
Zuhören.
Geschichte. Lernen.
Sie ist jung. Und schön. Sehr schön.
Und Türkin.
Sie spreizt vor mir die Beine.
Sagt: We hall whipe them out. Damals 9/11.
In Antalya.
Zitiert Bush.
Als mir nach Anderem war.
Whipe out ist keine Lösung.
Trump ist der schlimmste Erdogan.
Aber eben nicht Türke.
Nein die.
Dürfen jetzt nicht. Recht bekommen rechts von ganz undenkbar.

Epilog
Ich habe keine Lösung, aber ich hasse nicht, sondern denke.
Allah büyüktür.


Einmal Hund, immer Hund. Sonja Schiff.

FRAUmitHUND
Die Geschichten

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Einmal Hund, immer Hund. Sonja Schiff.

„Meinen ersten Hund habe ich mit 15 angeschleppt. Er hieß Pablo, war kohlrabenschwarz und der Hund des Knaben, in den ich grad verliebt war. Er suchte einen neuen Besitzer für seinen Hund. Und ich wollte diese große Aufgabe unbedingt übernehmen. Meine Mutter sah das dann leider ganz anders. Also musste ich den Hund, begleitet von tausenden Tränen, wieder zurückgeben. Aber ich schwor mir damals: Wenn ich erwachsen bin, habe ich einen Hund. An diesen Eid erinnerte ich mich im Alter von 33 Jahren. Ich hatte gerade eine Scheidung hinter mich gebracht und erfahren, dass ich nie Kinder haben werde. Es war eine Lebensphase mit viel Traurigkeit. Im Nachhinein denke ich mir damals bin ich stetig an der Grenze zur Depression dahingewandelt. Alle Energie ging in die Arbeit, danach war ich leer und verkroch mich zu Hause in meiner Höhle. Monatelang. Irgendwann in dieser Zeit kam mir der Gedanke, dass ich etwas brauchte um meinen “Kümmertrieb” auszuleben, etwas was ich umsorgen konnte. Da erinnerte ich mich an den Eid. Ein Hund!

Othello hat mir die Welt da draußen ganz neu gezeigt, er hat mich auf meinen vielen Reisen als Single begleitet und er hat mir beigebracht, dass Spaziergänge bei Sturm, Regen und Schneesturm einfach wunderbar sein können. Okay, er hat auch mein beiges, sauteures Ledersofa zerstört, und zwar noch am Tag der Lieferung. Außerdem hat er jede Rückbank meiner Autos zerfetzt und so manche Lieblingsschuhe. Er hasste es alleine gelassen zu werden! Abgrundtief und zerstörerisch.

Seit Othellos Tod im Jahr 2013 begleiten mich zwei wilde Hundemädels. Nutella und Girly, Dobermannmix und Schäfermix, beide aus dem Tierschutz. Beides keine einfachen Hunde, die eine ursprünglich ein sehr ängstlicher Hund—heute eine liebevolle und jederzeit verlässliche Wächterin, die andere ein ehemaliger Straßenhund mit viel Misstrauen und noch mehr Kampfgeist. Aber wir haben uns zusammengerauft und werden Tag für Tag zu einem besseren Team. Ich denke an die alte Dame, etwa 85 Jahre alt, der ich jeden Morgen beim ersten Gassigang begegne. Sie hat mir erst kürzlich erklärt, wie schwer es ihr aufgrund von Schmerzen fällt, morgens aufzustehen. Aber ihr kleiner Hund braucht sie und so rafft sie sich auf und bleibt dadurch mobil. Oder eine andere alte Dame, sie ist etwa 80, die gerade wieder zwei alte Hunde aus dem Tierheim geholt hat. Auch sie leicht gehbeeinträchtigt. Und trotzdem, dreimal täglich zieht sie mit den Hunden los. Ich werde daher wohl auch irgendwann so eine alte Frau sein. Werde kaum mehr laufen können, aber mich zwingen, rauszugehen, für meinen Hund oder meine Hunde. Sollte ich einmal in einem Seniorenheim wohnen müssen, dann bitte in einem, in dem auch Hunde einen fixen Platz haben! Da fällt mir ein, vielleicht sollte ich ja irgendwann so einen richtig hundefreundlichen Alterslebensplatz für mich und andere gründen?

Die Bilder sind noch bis Ende April 2017 während der Sprechstunden in der Tierarztpraxis Lamprechtshausen zu sehen.


Liebe stirbt nicht.

FRAUmitHUND
Die Geschichten

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Liebe stirbt nicht.

Ich lernte Bettina und Coco in Salzburg kennen. Irgendwie waren wir uns sehr schnell sympathisch. Daraus ist eine Freundschaft geworden. Coco lebt nicht mehr. Sie starb hochbetagt. Aber aus Bettinas Herzen ist sie nicht verschwunden.

Als ich Coco zum ersten und einzigen Mal traf, war sie bereits sehr krank. Dennoch strahlte sie einen schier unendlichen Lebensmut aus. Und es war klar: Bettina und Coco waren eine Einheit. Ein Herz und eine Seele.

Heute lebt Bettina nicht mehr in Salzburg. Cocos Tod änderte ihr Leben vollständig. Wenn ich heute von ihr höre, dann von irgendwo auf dieser Welt. Ab und an besucht sie mich. Wird dann ganz herzlich von meinen beiden Hündinnen begrüßt. Na ja. Die haben Geschmack. Wie Bettina. Schließlich bringt die Nutella und Girly immer das Feinste vom Feinen aus einer Hunde-Hof-Bäckerei mit. Echt adelig. Ja. Coco. Sie ist bei unseren Gesprächen dabei. Ich bin ja sicher, dass Coco längst eine Liebschaft mit meinem verstorbenen Othello—ein distinguierter alter Herr—jenseits des Regenbogens hat.
Sicher lächeln die beiden auf uns herunter und sagen: Liebe stirbt nicht!

Die Bilder sind noch bis Ende April 2017 während der Sprechstunden in der Tierarztpraxis Lamprechtshausen zu sehen.


FRAUmitHUND
BILDER & GESCHICHTEN

In 2014 habe ich damit begonnen, Frauen und ihren Hund, ihre Hunde, zu fotografieren. Irgendwie ist das eine besondere Beziehung, die ich versuchte, zu dokumentieren. Ich hatte eine Reihe wunderbarer Begegnungen. Oft berührende Geschichten durfte ich festhalten. 2016 habe ich das Projekt beendet. Mein Dank gilt den Modellen.

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Als Soziologe beschäftigen mich immer wieder Themen rund um das Sozialverhalten von Menschen. Darüber schreibe ich, darüber erstelle ich Fotoreportagen. Als eingefleischter „HundeMann“ hat mich die Rolle interessiert, die Hunden über die vergangenen Jahre im Zusammenleben mit Menschen zukam und gegenwärtig zukommt.

Ich unterscheide dabei folgende Phasen, die sich teilweise bis heute überschneiden:
Phase I: Hund als reines Nutztier (Schutz, Jagd, Hüten)
Noch heute ist dies in den meisten Ländern Osteuropas, in Ländern mit überwiegend ruralen Strukturen (z.B. Mongolei, Türkei) die zentrale Funktion, welche Hunde zu erfüllen haben.

Phase II: Hund als Statussymbol des Mannes
Galt insbesondere in der Zeit 1950-1980 und gewann auch bei jungen Männern mit der Verbreitung sogenannter Kampfhunde in unserem Jahrtausend wieder an Bedeutung.

Phase III: Hund als Familienmitglied
Ab den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Phase IV: Hund als Partner von Frauen, teilweise auch als „modisches Accessoire“
Kam auf um die Jahrtausendwende.

Jeder der oben angeführten Phasen können bestimmte Hunderassen zugeordnet werden.

Das Projekt FRAUmitHUND basiert auf der Phase IV. Ich habe versucht, mit Bildern und Worten dieses Phänomen zu beschreiben und zu visualisieren. Hunde als Partner, Freunde, Seelentröster, Begleiter, Sportkameraden.

Ganz besonders freut mich, dass die Bilder bis April dieses Jahres in der Tierarztpraxis Lamprechtshausen von Dr. Karl Traintinger und Magistra Heidi Hirscher dem Publikum zu den Praxiszeiten zugänglich sind. Die Geschichten liegen zur Lektüre ebenfalls dort aus.

Die Vernissage fand am 10. Februar statt. Sie wurde eröffnet vom LAbg. Hofrat Landesveterinärdirektor Dr. Josef Schöchl in Anwesenheit von Bürgermeister Ing. Johann Grießner unter grosser Beteiligung von Besucherinnen und Besuchern. Dr. Karl Traintinger stellte mich und das Projekt vor. Im Übrigen fand das Ereignis große Resonanz in der gedruckten Presse.
Gitarre und Saxophon sorgten für klangvolle Unterhaltung.

ngg_shortcode_3_placeholderZu den Geschichten hier ein Beispiel, welches wohl niemanden „kalt lassen“ kann:

DURCH DICK UND DÜNN
 „Eigentlich sollte es ein schöner Neustart werden. Nachdem ich die Starre, die der Tod meines Vaters über mich gebracht hatte, jeden Tag schmerzhafter zu spüren begann und endlich die Kraft aufwenden konnte, etwas dagegen zu unternehmen, beschloss ich in Bildungskarenz zu gehen.

Gerade als die notwendigen bürokratischen Wege erledigt waren, bekam ich das Ergebnis einer Biopsie, die ich im guten Gewissen, dass es sich lediglich um eine Absicherung einer harmlosen Kalkablagerung in meiner rechten Brust handelte, durchführen hatte lassen.

Während der Arzt mit mir am Telefon spricht und mir die nächsten Schritte erklärt, breche ich unter der Nachricht zusammen. Ich kann nur noch meine Mutter und meinen Freund anrufen und die Diagnose ins Handy schreien, hysterisch schreien, wieder ganz weit weg aus meinem Körper.

Die nächsten Tage und Wochen bin ich sehr aufgekratzt, ich geh alles ganz professionell an, schreib mir Fragen zusammen, entgleite immer mehr meinen Gefühlen und schaffe es, zu existieren, ohne zu sein. Abläufe werden Routine, ich geh zur Chemo und denk nur daran, dass das alles vorübergehen muss und ertrage.

Ich bin nicht mehr mit mir verbunden, ich erlebe alles als Beobachter, der nichts lieber würde, als davon zu laufen, um das alles nicht mehr mitansehen zu müssen. Es sind keine schönen Geschichten, die das Leben in den Chemo-Zentren schreibt. Mir wird das Brustgewebe fast vollständig entfernt und der Verlust mit Silikon wieder gut gemacht, ein Gefühl von Plastik in mir, ich denk nicht weiter darüber nach.

Im Gebäude, in dem ich im Krankenbett liege, ist auch die Geburtenstation untergebracht. In den Nächten, in denen mir das Schlafen zu schwer fällt und ich vermeintlich ziellos durch die Gänge spaziere, lande ich immer wieder vor dem Kreissaal, und freu mich, wenn eine Frau mit ihrem Neugeborenen an mir vorbeigeschoben wird. Ich stehe und lausche, um die ersten Schreie der neuen Menschen zu hören, die es gerade auf unsere Welt schaffen. Ich versuche nicht darüber nachzudenken, ob ich jemals die Liebe einer Mutter für ihr Kind empfinden werde können. Hauptsache leben, denk ich, alles andere kann man schon ertragen, denk ich. Fünf Jahre lang noch eine Antihormontherapie, die mich vorübergehend in den Wechsel bringt. Selbst ein Kind zu bekommen wird immer unwahrscheinlicher, aber um mich herum, bei meinem Freund, meinen Freunden, meiner Mutter und meiner Familie herrscht der liebevolle Konsens, dass ich mit Sicherheit, wenn alle Behandlungen abgeschlossen sind, selber Mama werde. Ich will nur einfach nicht sterben, denk ich und lächle zuversichtlich in die Runde, natürlich, es wird alles gut werden.

Man wird verrückt, wenn man so viel nachdenkt, daher ins Tun kommen. Ich wollte immer schon einen Hund und hab immer auf den richtigen Moment gewartet, wenn das Haus mit Garten in mein Leben getreten ist, wenn, wenn, wenn. Der einzige richtige Moment, der für mich noch existiert ist JETZT.

Ich will einen Welpen, ich will ein Baby. Meine Familie meint, dass der Hund mein Ersatzkind wird, ich bin mir nicht sicher, ich glaub, ich will einen Welpen, weil ich Welpen süß find, ganz profan, ohne tieferen Grund dahinter, falls es sowas überhaupt gibt.
„Das ist Lotte. Wär die was für Euch?“

Braune, zerzauste Haare stehen wild von ihrem Kopf weg, die Ohren wuscheln um ihr kleines Gesicht, sie sieht direkt in die Kamera, sie schaut mich an. Eine halbe Stunde später an diesem Samstag sitzen wir im Auto und fahren zwei Stunden, um Lotte kennen zu lernen.  Das Gartentor geht auf, ein Welpe stürzt heraus, auf uns zu und zerrt an unseren Beinen, ein anderer bleibt im Hintergrund, trottet langsam heraus und schnüffelt ein wenig an uns herum.

Heute sitze ich, knapp ein Jahr nach dem schlimmsten Moment in meinem Leben, in der Sonne vor dem Haus im Garten. Mein Hund vergräbt sich im Schnee, kommt zu mir gerannt und legt die Schnauze auf meine Knie. Sie ist mein Glückshund. Ich weiß, ich werde gesund bleiben. Ich weiß, ich werde viele meiner Träume und Leidenschaften noch ausleben. Ich schau Momo an, und weiß, dass Leben ist einfach schön.

Rochus Gratzfeld
in der Dorfzeitung >
Gedanken aus Bleistift >


2017

MEINE ERSTEN GEDANKEN AUS BLEISTIFT IM NEUEN JAHR

Sie beziehen sich auf die Weltpolitik.
Sie beziehen sich auf Trump.
Sie beziehen sich auf Putin….
Vielleicht sollte ich noch Erdogan hinzufügen.

Die genannten Personen haben viele – unangenehme – Gemeinsamkeiten:
– Unstillbarer Hunger nach Macht
– Egozentrik
– Nationalismus
– Ausgrenzung
– Geldgier
– Sexismus
– Diskriminierung

Gerne einreihen würden sich noch eine ganze Reihe europäischer Rechtsextremer. Die sind aber alle bedeutungslos im großen Zirkus. Geeignet vielleicht als Pausenclowns. Gerade die aus Österreich hätten da eine Qualifikation. Das muss ich zugestehen.
Also. Trump und Putin.

Stellen wir uns einmal das fast Unvorstellbare vor. Sie schmieden einen Deal, der die Welt nach 1945 grundlegend verändern würde. Zeitlich näher, die nach 1989.
Trump gibt Osteuropa für Putin frei.
Putin öffnet Russland wirtschaftlich uneingeschränkt für Trump.
Erdogan darf in Asien nach Lust & Laune.
Alle 3 verbünden sich gegen Westeuropa und China.

Es wäre voreilig, mein Szenario jetzt weiter auszuführen.
Meine Gedanken aus Bleistift warten ab.
Aber Europa sei gewarnt.


DER BLEISTIFT ZUR WEIHNACHT

Darf der Bleistift feiern? Seine Weihnacht.
Sein Glück.
Das Glück derer, die er liebt?
In diesen Zeiten.
In denen nicht mehr verrecken, als.
Früher.
Darf der Bleistift feiern? Seine Weihnacht.
Sein Glück.
Das Glück derer, die er liebt?
In diesen Zeiten.
Wo die Menschheit beweist, dass.
Es keine ethisch-moralische Evolution gibt.
Das alles so geblieben ist, wie.
The Winner Takes it all.
Troja.
Aleppo.
Wo Unterschied?
Darf der Bleistift feiern? Seine Weihnacht.
Sein Glück.
Das Glück derer, die er liebt?
In diesen Zeiten.
Männer, Frauen, Kinder werden geschlachtet.
Nicht nur Aleppo.
Gehängt an modernen Galgen. Kräne des Todes.
Iran.
Irak.
Gesteinigt.
Wer ohne Schuld ist, werfe.

Darf der Bleistift feiern? Seine Weihnacht.
Sein Glück.
Das Glück derer, die er liebt?
In diesen Zeiten.
Sklavinnen in.
Wohin wir.
Waffen liefern gegen gutesbösesGeld.
Fick.Fuck.Luck.
Darf der Bleistift feiern? Seine Weihnacht.
Sein Glück.
Das Glück derer, die er liebt?
In diesen Zeiten.
Nero machte Christen zu brennenden Fackeln.
IS macht Kinder zu Feuerzündern.
Darf der Bleistift feiern? Seine Weihnacht.
Sein Glück.
Das Glück derer, die er liebt?
In diesen Zeiten.
Der Bleistift darf!
Denn hört er auf.
Geht die Welt unter.
Noch früher, als.
Oder wenn.
Überhaupt.

Weil.
Es gibt.
Die andere Welt.
Die der Liebe.
Die des Mitgefühls.
Die des Helfens.
Die, die sich den Despoten entgegenstellt.
Mit alten und neuen MittelnWWWnet.
Ja. Die hat es auch unter HEILundNERO schon gegeben. Mit den Mitteln der Zeiten.
Darf der Bleistift feiern? Seine Weihnacht.
Sein Glück.
Das Glück derer, die er liebt?
In diesen Zeiten.
Ja.
Frohe Weihnachten.