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Olympia 2016 in Rio

Die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio werden in wenigen Stunden eröffnet. Die ganze Welt schaut nach Brasilien und wünscht den Athleten für die kommenden Wettkämpfe alles Gute. Auch Österreich kämpft um Medaillen, die Lederhosentruppe ist schon Vorort und in bester Verfassung. Sicher, “Dabeisein ist alles” heißt es so schön, nichts desto Trotz, einige Medaillien wären schon ganz nett.

Der Glorienschein rings um das Sportereignis soll aber nicht ganz von den zahlreichen Problemen der Bevöllkerung ablenken. Viele Kritiker meinen, das Geld wäre besser in die Krankenversorgung und Ausbildung der Menschen investiert gewesen. Die Armut in vielen Bezirken auch in Rio ist ernüchternd.

Trotz alledem wünschen wir den Sportlern friedvolle Wettkämpfe, mögen die Besten gewinnen. Und vielleicht wird ja auch hin und wieder die Österreichische Nationalhymmne gspielt! (kat)


Die Salzburger Festspiele 2016 sind eröffnet

Die Festspiele sind eröffnet und die Mozartstadt sonnt sich im Schein der Schönen und Reichen. Überall in der Stadt kann man die Stars und Sternchen der Festspielaufführung treffen, zahlreiche alternative Kulturveranstaltung ergänzen das Festspielprogramm.

Fast täglich finden Vernissagen, aber auch Empfänge mit Künstlern, Firmenbossen und Politkern statt. Präsentationen von wertvollem Schmuck, Festspielroben und teuren Uhren zeigen, dass der Geldadel in der Stadt seine Zelte aufgeschlagen hat. Die sommerliche Zeit der Ernte ist gekommen. (kat)

 


Alles steht in den Sternen

Einem Treibholz gleich taucht er immer wieder einmal auf, unser ehemaliger Finanzminister KH Grasser. Angeblich ist er ein Fall für den Korruptionsstaatsanwalt, diesmal dürfte es sogar für eine Anzeige reichen, wer aber letztendlich gewinnen wird, steht in den juristischen Sternen.

Es geht um dubiose und doch beträchtliche Geldflüsse zu verschiedenen Konten in diversen Steueroasen, die involvierten Manager, Lobbyisten und was auch immer sind und waren immer die selben Personen und passiert ist bis jetzt eher wenig. Man darf gespannt sein, ob es diesmal etwas bringt und nicht nur dem Steuerzahler wieder einmal einen Haufen kostet. (kat)


Die Türken und Wien

Es mag schon sein, dass es aktuell in der Türkei politisch drunter und drüber geht. Davon zu sprechen, dass das Land am Bosperus eine bunte, von mehreren Parteien getragene Demokratie wäre, stimmt so auch nicht wirklich. Ein Militärputsch ist in der Regel eher kein gutes Zeichen für gelebte Meinungsfreiheit.

Und ja, bei uns gibt es ein Demonstrationsrecht, und das ist gut so. Es geht aber gar nicht, dass bei uns Demonstranten gewalttätig werden. Das ist in jeden Fall abzulehnen und die Beteiligten sind zur Rechenschaft zu ziehen, ohne wenn und aber, mit und ohne politischen Hintergrund, das sind wir unserer Demokratie schuldig.

Es steht jedermann/frau frei in die Türkei zu reisen und dort für was auch immer zu demonstrieren, auf unseren Straßen hat die türkische Innenpolitik wenig verloren, mit Gewaltausschreitungen überhaupt nichts. (kat)


Für eine strahlend schöne Zukunft!

Angeblich denkt man in Deutschland wieder einmal über ein Endlager für den in den eigenen Landen produzierten Atommüll nach. Haben will ihn keiner, es gibt auch bei noch so guten Angeboten keine strahlenden Gesichter.

Ostbayern wird angedacht, heißt es aus gewöhnlich gut informierten Kreisen, die mögen ihn aber ebensowenig wie alle anderen, man kann´s ihnen nicht verdenken.  Vielleicht ist jemand auf die Idee gekommen, mit selektiven Autobahnmauten könnte man die eine oder andere Staatsregierung weichkiegen, wer weiß das schon? (kat)

Zum Atom in der Dofzeitung
AKW und Umweltschutz
Bikini – strahlend schön
AKW – Laufzeitfehler
Unser Kernkraftwerk ist sicher.
Der Künstler H.R. Giger und der Atomkrieg


Sterben ist teuer

Alles im Leben hat seinen Preis und im Zeitalter der maximierten Gewinne müssen auch die städtischen Friedhöfe in Salzburg schwarze Zahlen schreiben. Da können dann schon die Gräber der wenig betuchten Leichen zum Problem werden.

Einerseits ist das normale Eingraben des Sarges eines Bedürftigen in der Erde am günstigsten und daher vorgeschrieben, anderseits würde man für das Eingraben einer Urne deutlich weniger kostbaren Friedhofsgrund verbrauchen Die Tragik dabei: Das Einäschern ist teuer und auch CO2 unverträglich.

Eine politische Diskussion zu den Querelen um die letzte Ruhestätte bestimmt die sommerlichen Sitzungen im Schloss Mirabell, hört man aus gewöhnlich gut informierten Kreisen. Auch das Gefriertrocknen soll neuerdings ein Thema sein.

Dabei fängt der Stress für die Hinterbliebenen oft erst an, wenn schon alles zu Ende scheint. Das Erben ist für viele Familien eine echte Herausforderung. Noch dazu, wo auch das rot glänzende Damoklesschwert einer Erbschaftssteuer über der Erbmasse hängt. Die Bedürftigkeit steht da ganz plötzlich in einen ganz speziellen Licht!


Medizinertest. Sind die Hausschamanen wieder im Kommen?

Am Freitag, dem 8. 7. 2016 herrschte an den heimischen Medzinischen Universitäten bzw. Fakultäten Ausnahmezustand. Der Medizinertest für angehende ÄrzteInnen stand am Programm. Es wurden große Hallen angemietet, Securitypersonal angeheuert und los ging´s. Nach der Ausweiskontrolle am Eingang mussten die Prüflinge alles abgeben: Handy, Essen, Schreibmaterial, etc. und erst nach der anschließenden Leibesvisitation durfte man/frau den Prüfungssaal betreten. Gewöhnlich gut informierte Kreise berichten sogar von Metalldedektoren und Ganzkörperscannern. Vielleicht sind diese Berichte ja etwas überzogen, aber wer weiß wirklich, was da so gelaufen ist?

15129 angehende StudentenInnen ließen heuer diese Prozedur über sich ergehen, aufgenommen werden 1620. Mittlerweile ist um dieses Trara, für das letztendlich diejenigen Oberselektierer verantwortlich sind, die selber noch keine Zugangsbeschränkungen kannten, ein großes Geschäft entstanden, das niemand mehr missen möchte.

Vor lauter Reformerei hat man vergessen, dass aktuell die ÄrzteInnen in unseren Spitälern und Praxen immer weniger werden. Die Chefposten bekommen immer weniger Inländer, denn alles, das von wo anders kommt, ist besser.

Es große Probleme bei der Besetzung von Landarztpraxen, die Wartezeiten werden länger und nächtens gibt es bei uns in Salzburg seit geraumer Zeit nur noch eine ärztliche Telefonbereitschaft. Die Zeit, als Hausärzte in den Dörfern, in denen sie ordinieren gewohnt haben, ist auch schon länger vorbei. Was für die älteren Ärzte selbstverständlich war, ist bei den Jungmedizinern verpönt.

Zukünftig muss man mehrere Fremdsprachen beherrschen, um dem behandelnden ArztIn seine Leiden zu beklagen. Österreicher sind immer weniger zu finden.

Viele der Jungärzte haben im Ausland bessere Ausbildungschancen als bei uns und nutzen sie auch. Die Turnusärzte braucht man nicht abschaffen, es gibt sowieso immer weniger. Aber alles wird besser. Ha, ha, ha. Ja, für die, die es sich leisten können. 

Infos zum Thema:
Karl Traintinger: Wir verheizen unsere Jugend …


Beim Fackeltanz wird nicht gefackelt!

Der Fackeltanz am Residenzplatz ist ein Fixpunkt bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele. Traditionellerweise liegt diese Veranstaltung in der Verantwortung der Stadt Salzburg und wird von den Heimatvereinen der Stadt organisiert und ordnungsgemäß abgewickelt. Heuer sind plötzlich die die heiligen 3 Könige aufgetaucht und sie stiften Verwirrung.

Dabei hat Heimat mit Salzburg und Salzburg und Salzburg zu tun und basta. Wie da jemand auf die abstruse Idee kommen kann und syrische Flüchtlinge mittanzen lassen möchte, ist für die Gauleitung der organisierenden heimatlichen Vereine unverständlich, so etwas kann und darf es doch bei uns im christlichen Abendland gar nicht geben!

Mir war nicht bewusst, dass es außer den politischen Gauen in Salzburg auch noch andere gibt. Schräg ist dieses lodenzwergmäßige Verhalten allemal. Allein die Tatsache, dass mit Brauchtumsveranstaltungen Politik gemacht wird, sollte grundsätzlich zum Nachdenken anregen. (kat)

Ein bemerkenswertes Buch über Salzburg und seinem Umgang mit der Geschichte:
Im Schatten der Mozartkugel


Brexit. Und plötzlich waren sie weg.

Sie sind schon ein bizarres Völkchen, diese Engländer. Zuerst stimmen sie für den Brexit und dann ist plötzlich keiner der Oberbefürworter und lautesten Schreihälse mehr da, um den Autritt auch formell durchzuführen. Alle für den Brexit verantwortlichen Politiker sind auf ungewisse Zeit auf Tauchstation.

Das ist auch verständlich. Trifft es doch so wie immer die Klein- und Kleinstverdiener, die letzendlich alles, das die Großverdiener verbockt haben, zahlen dürfen. Es geht aber auch um Nebensächlichkeiten, so werden durch den Pfundverlust allein die Auslandsurlaube um mindestens 30% teurer, um nur ein Beispiel zu nennen. Diese Liste ließe sich endlos fortführen.

Schwierig ist auch der vielerorts auf dr Insel aufkeimende Nationalismus, wir haben die Ausländer ja hinausgewählt, heißt es dann. Ob diese Einstellung Zukunft hat, wird sich zeigen. Oft hat man das Gefühl, die Engländer glaubten, ohne sie würde sich die Welt nicht mehr drehen.  (kat)


Vielleicht hat Pisa doch recht, die Rechenkompetenz im Land sinkt dramatisch

Kaum zu glauben, aber wahr, die Stichwahl zur Bundespräsidentenwahl muß wiederholt werden. Österreich hat wie so oft die besten Gesetze, nur werden sie halt nur ein bißchen angewendet. Meistens ist diese Lösung gar nicht so schlecht, denn der vorauseilende Gehorsam unserer Legislative kann so hin und wieder auf das richtige Maß reduziert werden.

Rechenkompetenz und Wahlen

Schwierig wird es immer dann, wenn ein Ergebnis exakt und genau sein muss, wie bei Wahlen zum Beispiel, das ist der gelernte Österreicher halt gar nicht gewöhnt. Wahrscheinlich haben die Wahlergebnisse in der Vergangenheit meistens schon irgendwie gestimmt und den Wählerwillen ausgedrückt. Diesmal hat die FPÖ gezweifelt und Recht bekommen. Schwierig, schwierig. Früher habe ich geglaubt, Wahltricksereien gibt es nur in Bananenrepubliken irgendwo ganz hinten, aber bei uns doch nicht. Jetzt ist zu befürchten, dass wir in ebendiesen Republiken Verwandte haben.

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Man darf auch gespannt sein, wie begeistert das Wahlvolk im Herbst zu Urne schreitet, es ist immerhin das das 3. Mal und das für eine Bundespräsidentenwahl. Fakt ist, auch wenn man/ frau der Wahlurne fernbleibt, die Rechnung bezahlt doch wieder der Steuerzahler.

Schön langsam kann ich verstehen, warum es noch immer Monarchien in Europa gibt. In diesen Ländern wird wahrscheinlich in den Volksschulen das genaue Zählen nicht mehr gelehrt! (kat)


Bikini, strahlend schön

Es waren nur 167 Bewohner des Bikini-Atolls, die für die Atomtests umgesiedelt werden mussten, eine für einen Staat wie die USA vernachlässigbare Größe. Das Bikini-Atoll liegt im nördlichen Teil der Marshallinseln im Pazifik und alle Inseln zusammen haben eine Fläche von etwa 6 km².

Am 30. Juni 1946 (UT) um 22.00 Uhr wurde Able, eine 23 kT Bombe in der Bikini-Atoll Lagune gezündet, weitere folgten.

Die Ureinwohner von Bikini wurden auf das unbewohnbare Rongerik-Atoll gebracht, danach auf die Insel Kwajalein und letztendlich auf die Insel Kili, auch dort konnten sie nicht wirklich leben und waren von externer Versorgung abhängig. Als auch dort dann wieder radioaktive Probleme zu Tage kamen, gab es eine letze Übersiedelung nach Majuro und Ejit im Majuro-Atoll. Seit 2009 sehen die Ameikaner keine Gefahr mehr für menschliches Leben auf dem Bikiniatoll und plädieren für eine Rückkehr der “Pikinni”. Wahrscheinlich noch weniger als für gentechnologisch verändertes Essen. Am 31. Juli 2010 wurde das Atoll zum UNESCO-Welterbe

Der Bikini Badeanzug feiert auch dieser Tage seine 70igsten Geburtstag. Obwohl schon bei den Römern bekannt, war er am 5. Juli 1946 in Paris eine Sensation und niemand außer der Nackttänzerin Micheline Bernardini hatte die Schneid, ihn im Pariser Bad Piscine Molitor der Öffentlichkeit zu päsentieren. In den folgenden Jahrzehnten wurde er immer wieder einmal verboten, heutzutage ist es oft verwunderlich, wie wenig Stoff kleidungstechnisch überhaupt möglich ist.

Bemerkenswert ist, warum man auf den Namen Bikini gekommen ist. Es wird doch wohl nichts mit der nach den Atomversuchen auf Bikini verbrannten Erde zu tun haben. (kat)


Manfred Deix * 22. 2. 1949 † 25. Juni 2016

Die letzte Zigarrette ist geraucht. Mit Manfred Deix ist ein ganz großer österreichischer Künstler für immer gegangen.

Geblieben sind seine unverkennbaren, bitterbösen Karrikaturen mit denen er punktgenau jeden menschlichen Charakter sezierte und auch mit Vorliebe die Gottobersten ins Visier nahm. Österreich hat einen scharfen Kritiker seiner bittersüßen Seele verloren.

Er zeichnete für viele bekannte nationale und internationale Magazine und Zeitungen und zählt heute zu den wichtigsten Vertretern seiner Zunft.


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