Artikel von Redaktion Dorfzeitung

Maria Schweiger – Man ist, was man isst

In neuen, 50 voneinander unabhängigen Studien wurde bestätigt, dass Soja gesund ist. Es kann dazu beitragen, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern. Bei Personen mit einem hohen Cholesterinspiegel kann Soja eine erhebliche Senkung sowohl des Gesamt-, als auch des LDL-Cholesterins (schlechtes Cholesterin) bewirken. Japanische Frauen, die wesentlich mehr sojahältige Produkte essen als europäische, haben ein deutlich niedrigeres Brustkrebsrisiko.


Maria Schweiger – Alle sind gleich

Am Sonntag, 28. August 2005, ordnete Ray Nagin, Bürgermeister von New Orleans die Zwangsevakuierung der 500000 Einwohner dieser Stadt an. Der Hurrikan „Katrina“ bedrohte sie; Dämme könnten brechen. Zehntausende flohen nach Norden, alle Spuren dieser Autobahnen wurden für sie freigegeben. Doch 100000 Menschen mussten zurückbleiben – sie hatten keine Möglichkeit zu fliehen. Sie hatten keine Möglichkeit, weil sie kein Geld hatten.


Stephan Traintinger: Das Kaisermühlner Werkl …

Stellen Sie sich einfach mal ein altes KPÖ Lokal vor, natürlich ein wenig saniert, mit einem kleinen Saal für ca. 10 Tische, einem großen grünen Vorhang mit einer stattlichen Bühne dahinter und einem kleinen Buffet an der Seite (wo natürlich nichts verkauft wird, sondern für eine Spende verschenkt – eben wie man das als Verein am Besten macht) sowie ein erhöhter Regieplatz im Rücken des Saales, von dem aus eine reizende Dame, mit pinken Haare, die Scheinwerfer bedient und die Vorstellung koordiniert – e voila sie befinden sich mitten im Werkl, einer kleinen Kleinkunstbühne nicht weit von der Floridsdorfer Brücke – eben wie es sich gehört, mitten in Kaisermühlen.




Michaela Essler: “Torpedos im Cafe Sacher in Salzburg”. Essay

Pelzmantel auf einem Sessel. Zum Vorschein kommt eine üppig gepolsterte Figur: vorne zwei Torpedos, die wie zum Abschuß bereit ausgerichtet sind, hinten Wölbungen wie bei einer Polstergarnitur – natürlich in enge Hosen hineingepreßt. Inzwischen hat das Spitzenhäubchen das Mißgeschick auf dem Boden entfernt. Die hektischen roten Flecken verschwinden langsam. Dazu erklingt Marschmusik aus den Lautsprechern und verkündet triumphierend die erfolgreiche Beseitigung der Ungeschicklichkeit.




Annabell Brand: Weihnachten 2002

Es geht Schlag auf Schlag. Zuerst langsam, dann immer schneller. Der erste Adventssonntag, davor der erste unerträglich überfüllte Weihnachtseinkaufssamstag, an dem alle Leute, wie von unsichtbarer Macht gezogen, in die Einkaufszentren drängen, um gerade und ausschliesslich an diesem Wochentag ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen, Geschenke zu kaufen und um schliesslich ermattet im Kaffee zusammenzusinken, mit einem Wust an Tüten um sie herumgestapelt, jede durch mindestens halbstündiges oder noch längeres Anstehen in der Schlange erkämpft.





image_pdfimage_print